Himmlisch viel Hilfe
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2. Mai 2019
Mit neuen Fahrrädern und einem Radanhänger für Finn, können Sabine Pluth, Emilia, Alessia (von links) und Nico (hier nicht dabei) jetzt Radausflüge machen. Die sanfte Bewegung unterstützt ihre Behandlungen Foto: Viola Krauss

Rund 24 000 Euro sind innerhalb eines Monats für die an Brustkrebs erkrankte Sabine Pluth gespendet worden. Dieses finanzielle Polster, aber vor allem die angebotene Unterstützung – unter anderem durch einen gegründeten Helferkreis – tun der alleinerziehenden Mutter und ihrem Durchhaltewillen gut. Auch die Behandlungen in der OSK zeigen derzeit positive Wirkung.

Region – „Ich bin überwältigt, wie viel Geld zusammen gekommen ist. Das gibt mir nicht nur die Möglichkeit eine begleitende alternative Therapie zu zahlen. Ich habe meine Beerdigung geregelt und weiß, dass Geld für eine irgendwann nötige pflegerische Unterstützung und für die Kinder da ist“, sagt Sabine Pluth im WOCHENBLATT-Gespräch.Was ihr aber ebenso so gut tut, ist der menschliche Aspekt, der durch ihren Schritt an die Öffentlichkeit (das WOCHENBLATT berichtete) ausgelöst wurde.

„So viel Zuspruch, so viel Unterstützung, Urlaubs- und Freizeitangebote, Gebete, Infos und mutmachende Geschichten von Menschen, die mich extra ausfindig gemacht haben...Ich weiß jetzt, ich bin krank, aber nicht allein auf mich gestellt, so wie vergangenes Jahr.“ Sie ist überzeugt, dass das Wissen um das enorme „menschliche und finanzielle Gesamtpaket“ auch die gut angeschlagenen Behandlungen unterstützt.

„Mein Onkologe Dr. Fischer und ich sind hoffnungsvoll, dass wir den Krebs eine Weile in Schach halten können, dass ich damit mehr Zeit mit Lebensqualität gewinne.“ Für eine Prognose sei es allerdings zu früh, da diese Krebsart sehr unberechenbar sei. Doch Sabine Pluth geht es momentan „gut“, sie spürt kaum Nebenwirkungen und es geht ihr mit dem neuen Medikament, Behandlungen und Studien viel besser als vergangenes Jahr mit der Chemotherapie. „Natürlich sind die Lebermethastasen nicht geschrumpft, aber man sieht, dass die Krebszellen um 50 Prozent weniger aktiv sind.“

Termin beim Heilpraktiker

Die 36-Jährige spürt noch weiteren medizinischen Aufwind: „Ich habe Mitte Mai einen Termin bei einem Heilpraktiker in der Nähe bekommen, der auf Krebs spezialisiert ist“, freut sich die Wahl-Wolfeggerin. Dort könne sie eine biologische, ganzheitliche Krebstherapie bekommen, abgestimmt auf ihre schulmedizinische Behandlung. „Mein Onkologe unterstützt das. Wenn ich mich damit besser fühle, hat er nichts dagegen“, erklärt die vierfache Mutter, die glücklich ist, dass sie für diese Behandlung und anderes nun mit Hilfe der vielen Spender Geld hat. 

Von den Spenden hat die vierfache Mutter nun neben der Organisation einer Beisetzung im Bestattungswald in Wolfegg auch neue Fahrräder für sich und die Kindcer Nico (14), Alessia (10), Emilia (6) gekauft, dazu einen Fahrradanhänger für Finn (2). Wegen der regelmäßigen Behandlungen in Ravensburg möchte sie es sich und den Kindern „im nahen Umkreis mit Ausflügen und Hobbys gutgehen zu lassen.“ 

Außerdem legt sie Geld zurück, „für die Zeit, wenn ich  zum Pflegefall werde.“ Unentgeltliche Unterstützung ist ihr indes in Wolfegg sicher, denn es hat sich ein Helferkreis rund um Apothekerin Bärbel Fritz und Margarete Schürrle von der Nachbarschaftshilfe gebildet. 

Wer Kontakt mit Sabine Pluth aufnehmen möchte, kann dies über ihre Emailadresse tun: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Viola Krauss 

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