Ausstellung über die Papierherstellung

11. April 2019
Laura Pölloth vom Museum Humpis Quartier (li.) und Kuratorin Sandra Schultz laden alle Besucher ein, die Geschichte der Papierproduktion in Ravensburg kennenzulernen Foto: Stefan Wölke

Ab dem 12. April zeigt das Museum Humpis-Quartier die neue Sonderaus-stellung „Roh.Stoff.Papier – Papierherstellung in Ravensburg“. Bis zum 6. Oktober wird auf zwei Etagen das alte Handwerk der Papiermacher und die über 600 Jahre alte Geschichte der Papierherstellung in Ravensburg lebendig.

Ravensburger Papier war auch ein Exportschlager

Die Ausstellung entführt in die Welt dieses alten Handwerks. Vom Rohstoff über das Schöpfen bis hin zum Leimen zeigt sie, wie Papier hergestellt wurde, und gibt somit einen faszinierenden Einblick in die Werkstatt eines Papiermachers. Herausragende Exponate, unter anderem aus der Württembergischen Landesbibliothek, dem Landesarchiv Baden-Württemberg, der Basler Papiermühle und dem Stadtarchiv Ravensburg, werfen Schlaglichter auf die Geschichte der Papierherstellung und beleuchten die Bedeutung des Ravensburger Papiers.

Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts arbeiteten in Ravensburg sechs Papiermühlen. Insgesamt wurden jährlich mindestens 9 000 Ries Papier hergestellt, das sind 4,5 MillionenBogen – alles in Handarbeit. 

Ravensburger Papier war im gesamten deutschen Südwesten beliebt. Es wurde aber auch nach Prag, Dänemark, Schweden und ins Baltikum gehandelt. Ohne Unterbrechung produzierten die Ravensburger Papiermühlen bis ins 19. Jahrhundert hochwertiges und gewöhnliches Schreib- und Druckpapier sowie Papier für Spielkarten und Verpackungen.

pm

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