Alois‘ und Stefans elektrischer Vatertagausflug - Geht das, mit dem Elektroauto 900 Kilometer in den Urlaub?

13. Juni 2019
Der Lohn der langen Reise: Stefan Wortmann (li.) und Alois Holitsch genießen französische Köstlichkeiten Foto: PR

Mit einem Elektroauto 900 Kilometer nach Südfrankreich an das Mittelmeer in den Urlaub fahren? Geht das überhaupt? Das wollten Alois Holitsch und Stefan Wortmann mit einem KIA eNiro als elektrischen Bollerwagen für ihren ganz besonderen Vatertagausfl ug testen.

Ravensburg – „Ich fand die Idee so toll, dass ich den beiden Familienvätern spontan unseren Vorführwagen kostenfrei zur Verfügung gestellt habe. Am liebsten wäre ich mitgefahren“, erklärt Peter Schuhbauer, Geschäftsführer des Autohaus Schuhbauer in Ravensburg.

Am frühen Morgen des Vatertags, Donnerstag 30. Mai, starteten die beiden Väter ihre viertägige elektrische Langstreckenexpedition. Ihre Route führte sie vorbei an Zürich, Bern, Lausanne, Genf und dann weiter schnurstracks nach Süden. Über Valence, Orange und Nîmes bis kurz vor Montpellier. Und von dort aus direkt an den Strand zu ihrem Ziel nach Le Grau-du-Roi. Insgesamt knapp 900 Kilometer.

Nur drei Ladestopps à 30 Minuten

Geplant haben Alois und Stefan die Route mit einem kostenfrei im Internet verfügbaren Online-Routenplaner für Elektroautos. „Den ‚Better Route Planner‘ haben wir mit wenigen notwendigen Informationen gefüttert“, erläuterte Stefan Wortmann. Nach einem Klick wird die Route bis zum Ziel mit allen Ladestationen und Ladezeiten auf der Karte im Display des KIA eNiro angezeigt. Alois Holitsch ergänzte, „Als Papas sind wir natürlich auch große Jungs und jeder wollte das Auto möglichst lange fahren.“ Und das konnten die beiden auch.

Vatertagbier, Frühstück, Flirt und Sonne

Denn auf den knapp 900 Kilometern mussten sie nur drei Mal an Schnellladesäulen zum Strom nachladen anhalten. „Unser längster elektrischer Pit- und Pipistopp dauerte 35 Minuten. Gerade genug Zeit um die Toilette aufzusuchen, unser Vesper ohne Schlingen intus zu befördern oder die Glieder ausgiebig auszustrecken“, erinnert sich Stefan Wortmann. Vor Abfahrt von der Autobahn bei Montpellier wollten Alois und Stefan nochmals laden. Um in den beiden Tagen vor Ort genug elektrische Kilometer in der Batterie für Ausfl ugsfahrten zu haben. Jedoch funktionierte die Ladesäule nicht. War aber kein Problem, denn bis zum Ziel und für weitere 120 Kilometer vor Ort gab es noch genug elektrischen Saft im Akku.

Nach der mit 13,5 Stunden zwar langen aber komfortablen und kurzweiligen Fahrt in dem mit Tempomat und toller Soundanlage ausgestatteten KIA eNiro freuten sich die Väter auf das Vatertagbier in ihrer Unterkunft. „Auf der kleinen Holzveranda unseres Mobilhome in einer großen Campinganlage in Le Grau-Du-Roi bei mediterranen 25 Grad abends um sieben Uhr zischte das kühle französische Bier einfach wunderbar“, meinte Alois. Und Stefan verriet „Es war nicht nur ein Bier.“

Die beiden folgenden Tage entschleunigten die Papas morgens gemächlich frühstückend mit Café, Baguette, Croisssant und Gesprächen in der kleinen Bäckerei auf dem Campingplatz. Die sympathische französische Verkäuferin flirtete ein wenig mit den Vätern und glücklich verheirateten Ehemännern. „Wir fühlten uns gar nicht unwohl dabei“, ließen Alois und Stefan durchblicken. Schöne Ausfl üge mit dem elektrischen Bollerwagen führten die beiden Männer dann am Freitag und Samstag an der Küste zur Cathédrale de Maguelone, nach Palavas-Les-Flots und Aigues-Mortes sowie an den großen und beeindruckenden Strand L’Espiguette.

Laden bei Lidl, Rückfahrt mit Hindernissen

Sonntag früh starteten Alois und Stefan die Fahrt nach Hause zu ihren bereits sehnsüchtig vermissten Frauen und Kindern. Geladen hatten sie die insgesamt 64 Kilowattstunden speichernde Batterie des KIA eNiro während der beiden Tage vor Ort umsonst bei einem nahen Lidl-Supermarkt. Der bietet auf seinem Parkplatz den Kunden zwei Schnellladesäulen. Die 900 Kilometer weite Rückfahrt gestaltete sich dann jedoch mit Hindernissen. „Wir stießen hintereinander auf zwei nicht funktionierende Ladesäulen an der Autobahn. Doch mit den verbleibenden Kilometern im großen Batteriespeicher des Fahrzeugs und dem OnlineRoutenplaner für Elektroautos fanden wir unkompliziert andere Ladesäulen“, fasst Alois Holitsch diese Erfahrung zusammen.

Und nach knapp 14 Stunden konnten die beiden Vatertagausfl ügler ihre Frauen wieder in ihre Arme nehmen. Insgesamt knapp 2 000 Kilometer legten Alois und Stefan mit ihrem elektrischen Bollerwagen, dem KIA eNiro vom Autohaus Schuhbauer in Ravensburg zurück. Und eines haben sie bewiesen: Man kann mit einem Elektroauto 900 Kilometer in den Urlaub fahren.

pm

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