Aktionstag am EK Eltern von Frühchen tauschen sich aus und geben Tipps

Aktionstag am EK Eltern von Frühchen tauschen sich aus und geben Tipps
Die Kinderklinik des EK betreut jährlich zwischen 45 und 75 Kinder, die mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm zur Welt kommen. Bild: EK
13. November 2019

Ravensburg (frak) – Anlässlich des Welt-Frühgeborenen-Tages findet im St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg an diesem Freitag (15.11.2019) von 11 bis 17 Uhr ein Aktionstag statt. Veranstalter sind gemeinsam das Frühgeborenenzentrum der Oberschwabenklinik, die Kindernachsorge der Stiftung Liebenau und eine Initiative engagierter Eltern.

In Deutschland werden jährlich etwa 65 000 Kinder zu früh geboren. Um auf das Thema hinzuweisen, findet jedes Jahr der Welt-Frühgeborenen-Tag statt. Das EK ist Perinatalzentrum Level 1, also ein Zentrum der höchsten Stufe für die Versorgung Frühgeborener. Auf der Kinderintensivstation des EK werden Frühgeborene aus der ganzen Region betreut.

In der Frauenklinik Ravensburg kamen 2018 1349 Kinder zur Welt. Hiervon wurden 133 Kinder aufgrund der Frühgeburt in der Kinderklinik behandelt. Die Kinderklinik betreut jährlich zwischen 45 und 75 Kinder, die mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm zur Welt kommen.

Beim Aktionstag am 15. November gibt es verschiedene Informationsstände zum Thema Frühgeburt und Stillen und Muttermilch. Die Klinik für Kinder und Jugendliche stellt an diesem Tag im Foyer das Inkubatormodell „Giraffe“ aus. Im Inkubator wird ein optimales Klima geschaffen, damit Neugeborene sich in Ruhe entwickeln können.

Die Sozialmedizinische Nachsorge der Stiftung Liebenau stellt seinen Frühchen-Treff „Mini-Glück“ vor. Der Frühchen-Treff ist ein Ort, an dem sich betroffene Eltern, deren Kinder noch in der Klinik oder auch bereits zu Hause sind, über Ihre Erfahrungen austauschen und wertvolle Tipps erhalten können. In ruhiger Atmosphäre erhalten sie Rat und Unterstützung. Die Eltern haben beim Frühchen-Treff die Möglichkeit, über alltägliche Fragen zu sprechen, ihre Wünsche zu äußern oder kurze Zeit auch nur zu verschnaufen. Gelegentlich werden auch spezielle Fachvorträge angeboten.

Auch der Verein „Herzenssache – Nähen für Sternchen und Frühchen e.V.“ ist beim Aktionstag mit dabei. Der Verein wurde 2015 von einer betroffenen Mutter aus Brandenburg gegründet. Ihr fiel damals auf, dass es für sehr kleine Säuglinge, wie Frühgeborene es sind, oftmals keine passende Kleidung gibt. Deshalb gründete sie den Verein, um anderen Eltern diesbezüglich zu unterstützen. Mittlerweile gibt es deutschlandweit über 300 Mitglieder.

Noch weitaus mehr, nämlich rund 1300 Menschen, unterstützen den Verein, indem sie etwas nähen, häkeln oder stricken. Sie fertigen Kleidungstücke, Socken, Mützen oder auch Erinnerungskarten. Es werden Kleidungsstücke in den Größen 38 bis 48 genäht. In Geschäften ist es oft schwer, diese Größe zu finden. „Gerne kann man eigene Stoffe zum Nähen verwenden. Es ist aber auch möglich ein Stoffpaket mit Zuschnitten bei uns anzufordern“, sagt Anne Beutner, die Ansprechpartnerin des Vereins für die Oberschwabenklinik. Alle Kleidungsstücke kommen in das Lager nach Berlin und werden dort einer Qualitätskontrolle unterzogen.

Ergänzt wird das Programm am Aktionstag von einem kleinen Frühchen-Quiz mit tollen Preisen. Gestiftet werden die Preise unter anderem von baby-walz, der Bioland Bäckerei Müller – Der Schmalegger Beck, pano – Brot & Cafe, dem Ravensburger Spieleverlag, der Kreissparkasse Ravensburg, der Bauunternehmung Hoch- und Tiefbau Dietmar Bertsche in Salem sowie dm-drogerie markt Ravensburg.

Text: Franziska Knoll

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