Agrar-Forum der Kreissparkasse: Die Zukunft liegt in der Technik

Agrar-Forum der Kreissparkasse: Die Zukunft liegt in der Technik
V.l.n.r.: Eugen Maucher (Leiter der Bauernkapelle Oberschwaben), Otto Körner (Direktor der Landwirtschaftlichen Anstalt Tiersdorf) und Norbert Martin (Vorstand der Kreissparkasse) FOTO:OLIVER HOFMANN
28. November 2019

Die Kreissparkasse Ravensburg hatte zu ihrem Agrar-Forum 2019 in die Zehntscheuer nach Wolfegg ins Bauernhaus-Museum eingeladen.

WOLFEGG – Norbert Martin, Vorstand der Kreissparkasse Ravensburg, eröffnete mit einer kurzen Einführung den offi ziellen Teil des Abends. Er wies darauf hin, wie schwer es momentan für unsere Landwirte und Landwirtinnen sei.

„Anstatt einer Unterstützung durch Politik und Gesellschaft hagelt es vermehrt Kritik“, so seine Einschätzung. Die Diskrepanz zwischen einer romantisierten Vorstellung der Gesellschaft und der harten Realität werde immer größer. Als Tierschänder und Umweltsünder würden unsere Landwirte vielfach verunglimpft.

In der Realität sind sie aber hervorragend ausgebildete Spezialisten, die sich auch in der immer höher technisierten Landwirtschaft bestens zurechtfinden. Trotz des momentan schlechten Images stünden die hiesigen Bauern finanziell aber gut da. Im Anschluss betrat Otto Körner, Direktor der Landwirtschaftlichen Anstalt Tiersdorf, das Rednerpult. In seinem spannenden Vortrag nahm Körner die Zuhörer auf eine imaginäre Reise in das Jahr 2050 mit.

Ohne dabei in panikmachende Horrorszenarien abzugleiten, erklärte Körner worauf sich unser blauer Planet in den nächsten Jahrzehnten hinbewegen wird. Die Bevölkerungszahl werde sich deutlich steigern und dabei warnte er eindringlich vor der falschen Nutzung nicht geeigneter Böden wie Steppen oder Grasland.

„Dies wird schon nach kürzester Zeit zu einer Wüstenbildung führen“, so sein Szenario. Den einzig realistischen Weg sieht er in einer gesteigerten Effizienz. Auch Bio-Landwirtschaft sei nicht effi zient und nachhaltig, denn um im Jahre 2050 alle satt zu bekommen, sei Deutschland als Fläche dafür insgesamt viel zu klein. Die Lösung sieht Körner auch nicht im weniger-Verzehr von Fleisch, etwa um insgesamt weniger Weideflächen zu benötigen.

„Der einzig gangbare Weg für eine gesicherte Versorgung ist eine hoch technisierte und digitalisierte Landwirtschaft, in der intelligente Roboter sparsam mit Ressourcen umgehen. Dadurch wird kaum Wasser verschwendet und nur minimale Mengen an Pfl anzenschutzmittel benötigt“, so sein Blick in die Zukunft. Abgerundet wurde der interessante Abend durch leckeres Essen von den Landfrauen und Musik der Bauernkapelle Oberschwaben unter der Leitung von Eugen Maucher.

O. Hofmann

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