Treffen der Weltreligionen - Lindau wird zum Ort des globalen Friedensdialogs - Steinmeier eröffnet
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8. August 2019
Besuchten die neu geschaffene Skulptur „Ring for Peace“ im Luitpoldpark auf der Hinteren Insel: Wolfgang Schürer (Vorsitzender Stiftung Friedensdialog), Wolff Stottele (Architekt), OB Gerhard Ecker, Gisbert Baarmann (Holzgestalter) und Ulrich Schneider (Geschäftsführer Stiftung Friedensdialog/v.l.). Foto: Stock

In knapp zwei Wochen wird die Inselstadt Gastgeber für die 10. Weltversammlung „Religions for Peace“ (Religionen für den Frieden) sein. Zu dem viertägigen Treffen (20. bis 23. August), das erstmals in Deutschland stattfi ndet, werden 900 Delegierte aus 100 Nationen erwartet. Eröffnet wird die Weltversammlung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

LINDAU – „Wir sind stolz, Gastgeber der Weltversammlung zu sein – das ist für uns ein Glanzlicht“, betonte Oberbürgermeister Gerhard Ecker bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Organisatoren des Treffens. Dass nach Millionenstädten wie Melbourne oder Wien nun die relative kleine Stadt Lindau Tagungsort dieser globalen Veranstaltung sein werde, sei eine besondere Ehre. Einen ausdrücklichen Dank richtete das Stadtoberhaupt an den Vorsitzenden der Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft, Wolfgang Schürer, der sich von Anfang an dafür eingesetzt habe, die Weltversammlung nach Lindau zu holen.

Schürer nannte das Ringen um den Frieden eine „zivilatorische Leistung“ und erinnerte an den Lindauer Ratsherrn Valentin Heider, der im Westfälischen Frieden eine wichtige Rolle gespielt habe. Die Weltversammlung sei „kein Event, weder Selbstzweck noch Gipfelei“, sondern ein Ausdruck der „Verantwortung für morgen“. Die Ambivalenz von Religion und Frieden – einerseits die Sorgen um die Schöpfung, andererseits die Instrumentalisierung von Religionen – erfordere einen „interreligiösen Friedensdialog“.

Erklärtes Ziel der Weltversammlung „Religions for Peace“ in Lindau ist, dass auch die lokale Bevölkerung an möglichst vielen Veranstaltungen teilhaben und mitwirken kann. Dies ist bereits bei der Eröffnungszeremonie möglich, die am 20. August um 12:30 Uhr im Luitpoldpark an der Skulptur „Ring for Peace“, dem Symbol der 10. Weltversammlung, stattfindet. Dabei geht es etwa um den „globalen Schutz religiöser Stätten“. Eine Anmeldung ist erforderlich und bis zum 14. August unter www.ringforpeace.org/ceremony möglich.

Auch werden sämtliche Plenumsveranstaltungen auf www.ringforpeace.org live ins Internet übertragen. Zudem findet auf dem Platz vor der Inselhalle, der „Agora“, ein Public Viewing statt. Darüber hinaus bietet die „Agora“ einen Markt der Möglichkeiten, auf dem sich Organisationen, Gruppen und Initiativen mit ihren themenverwandten Projekten vorstellen. Geöffnet ist dieser von Dienstag bis Donnerstag, 20. bis 22. August, von 10 bis 17 Uhr, und am Freitag, 23. August, von 10 bis 12 Uhr.

Zwischen den Kirchen auf der Insel Lindau laden die Kirchengemeinden am Mittwoch, 21. August, von 19 bis 21 Uhr die Bevölkerung zu einer Tafel ein, um gemeinsam mit den Delegierten zu essen, zu trinken und ins Gespräch zu kommen. Und gibt es am Donnerstag, 22. August, um 15 Uhr, im Parktheater die „Lightning Talks“, bei denen sieben Religionsvertreter und Friedensaktivisten aus aller Welt von ihrer Friedensarbeit erzählen werden (Anmeldungen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Ulrich Stock

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