Ran an den Ausbildungsplatz

13. Juni 2019
Das Bewerbungsgespräch – der erste Schritt in Richtung Karriere. Die IHK Schwaben unterstützt Ausbildungssuchende dabei FOTO: SHUTTERSTOCK

Die IHK Schwaben verzeichnet zum Juni mehr als 5 300 neue Ausbildungsverträge, dennoch sind gibt es viele offene Ausbildungsstellen. Für Schüler aller Schularten heißt das: Jetzt noch bewerben.

Region – Oft denken Eltern und Schüler, dass es im Juni für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz im September bereits zu spät sei. Doch in allen Branchen – insbesondere im Handel, in der Hotellerie und Gastronomie, Industrie sowie in der Logistik – gibt es aktuell noch viele offene Stellen. Somit freuen sich die Ausbildungsbetriebe auch weiterhin über jede Bewerbung.

Mehr als 5 300 neue Ausbildungsverträge verzeichnet die IHK zum Juni und somit ein Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Dennoch sind noch viele Stellen offen. Auf unserer Lehrstellenbörse fi nden Jugendliche derzeit noch über 750 offene Ausbildungsstellen“, erläutert Wolfgang Haschner, Leiter des Fachbereichs Ausbildung bei der IHK Schwaben. Ob Mittelschüler, Realschüler, Gymnasiasten oder FOS-Absolventen, bei den offenen Stellen ist für Schüler aller Schularten etwas dabei. Und auch Schüler ohne Schulabschluss haben in bestimmten Berufen eine Arbeitsmarktperspektive und können den Mittelschulabschluss im Rahmen der Berufsschule nachholen.

„Das hängt mit der Breite der Ausbildungsberufe zusammen. Die schwäbische Wirtschaft bietet über 150 verschiedene IHK-Berufsbilder. Dabei gibt es sehr anspruchsvolle wie den Mechatroniker oder Fachinformatiker, die einen guten Realschulabschluss oder Abitur voraussetzen, aber auch Berufe für eher praktisch veranlagte Mittelschüler wie den Fachlagerist“, erklärt Haschner.

Fachkräfte in Lindau gesucht

Auch im Landkreis Lindau sieht die Situation ganz ähnlich aus. „Unsere Region wird vom Fachkräftemangel geplagt. Zwar wurden in Lindau-Bodensee bisher bereits über 180 Ausbildungsverträge für das neue Ausbildungsjahr abgeschlossen, allerdings wird diese Ausbildungsstatistik im September ganz anders aussehen“, sagt Markus Anselmt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer. Je näher der Ausbildungsstart 2019 rücke, desto größer sei laut Anselmt die Sorge der Betriebe nicht die passenden Personen für Ihre offenen Ausbildungsstellen zu fi nden. Grund dafür sei, dass sich zu wenige Jugendliche für die duale Ausbildung entscheiden.

Wer Hilfe bei der Bewerbung benötigt, wird von der IHK Schwaben unterstützt. Denn die IHK setzt mit ihrem Aktionsprogramm „Lehre macht Karriere“ auf die frühzeitige Berufsorientierung aller Schüler und Jugendlichen sowie Flüchtlingen und Migranten. „Die IHK versteht sich hierbei als Informations- und Matchingplattform. Wir wollen die jungen Menschen davon überzeugen, dass die duale Ausbildung der ideale Start ins Berufsleben ist. Wir unterstützen aber auch beim Vermittlungsprozess“, so Anselmt.

Eva Heine/pm

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