Migranten singen

23. Mai 2019
Die Sängerinnen und Sänger des Projektchors begeisterten die Zuhörer im Salon der Friedensvilla Foto: Ulrich Stock

Lindau – „We shall live in peace some day” erklang es vielstimmig beim Tag der offenen Tür am Sonntag in den Friedensräumen in Lindau. Die weltberühmten Zeilen haben an Aktualität nichts verloren und berührten die Herzen der Menschen, die dem Auftritt des Projektchores unter der Leitung von Gisela Scharnagl lauschten. Sieben junge Migrantinnen und Migranten aus fünf Nationen hatten innerhalb von vier Chorproben insgesamt fünf Stücke zum Thema Frieden einstudiert und sangen vor ihrem Publikum mit Überzeugung, viel Gefühl und großer Freude. Zu Gehör kamen Lieder wie „Herr, gib uns deinen Frieden“ oder „Rock my soul“. 

Gemeinsames Singen verbindet „Wir sind sehr froh, dass das Projekt zustande kam und so viele Menschen als Zuhörer da waren“, freute sich Gertud Fersch von den Friedensräumen. Die insgesamt rund 120 Besucher, die sich bei den beiden Auftritten des Chors im Salon der Friedensvilla versammelt hatten, ließen sich von Scharnagl und ihrer Gruppe mitreißen und sangen am Ende gemeinsam das wohl bekannteste Friedenslied „We shall overcome“. 

Bei Kaffee und Kuchen, so manchem Austausch und Gespräch, ging das Projekt für die jungen Leute zu Ende. Martina Stock vom Kreisjugendring Lindau, die das Projekt in Kooperation mit den Friedensräumen organisiert hatte, bezeichnete dieses als großartig. Die jungen Leute hätten durch das gemeinsame Singen so viel Freude und Verbindung erlebt und seien als Gruppe richtig zusammengewachsen. Und genau das kam bei den Besuchern des Konzertes an: „We’ll walk hand in hand“.

Ulrich Stock

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