Kräftiger Wind hat gefehlt

27. Juni 2019
Stets ein beeindruckendes Bild, wenn sich die Segelboote um das Startschiff „Hohentwiel“ scharen Foto: Stock

Fritz Trippolt vom Yacht Club Bregenz hat mit seinem Katamaran „Skinfi t“ die diesjährige Rund Um gewonnen. Gut neuneinhalb Stunden benötigte der Gewinner des Blauen Bandes für die 100 Kilometer lange Strecke von Lindau über Romanshorn, Konstanz, Überlingen und zurück.

Lindau – Die größte und längste Segelregatta am Bodensee wurde erst auf den letzten 600 Metern entschieden, als die Führung bei einem sehr schwachen Wind mehrmals wechselte. Hatten die über 300 Boote beim Start am Freitagabend noch eine kräftige Brise, ließ der meist aus Nordosten kommende Wind im Laufe der Nacht immer mehr nach. Darunter litt auch Steuermann Eric Monnin aus der Schweiz, der mit seinem hochfavorisierten Einrumpfboot „Monofoil Gonet“ erst nach über elf Stunden die Ziellinie in Lindau überquerte und damit in der Gesamtwertung „nur“ auf Platz 13 kam. Für Trippolt war es nach 2017 der zweite Sieg mit der „Skinfi t“. Mit dem Vorgängerboot „BTV“ hatte er 2004 und 2007 bereits zwei weitere Male das Blaue Band nach Österreich geholt. Bei der diesjährigen Wettfahrt kam Sammy Smits mit der „Green Horny“ vom Yacht-Club Arbon als Zweiter ins Ziel – der Rückstand auf Rund-Um-Sieger Trippolt betrug nur gut eine Minute. Den dritten Platz belegte Vereinskamerad Albert Schiess mit der „Holy Smoke“. Gewinnerin des Blauen Pokals ist die Schweizer „Misia“, die als zehnte ins Ziel kam. Das Kleine Blaue Band holte Enrico Müller vom Windsurfclub Langenargen mit einer Duetta 94.

Innenminister gab Startsignal

Der Startschuss war wie in den Jahren zuvor vom Dampfschiff Hohentwiel aus abgefeuert worden – in diesem Jahr von keinem Geringeren als Bayerns Innenund Sportminister Joachim Herrmann. Einige zunächst gemeldeten Crews hatten wegen massiver Treibholzfelder, insbesondere auf dem Obersee, Angst um ihre Boote und waren deshalb nicht angetreten. Zu größeren Schäden kam es nach Angaben des Veranstalters, dem Lindauer Segler-Club (LSC), allerdings nicht. „Die Regatta hatte mit viel Stress für die meisten Segler begonnen und ist mit einem spannenden Finale, wie selten gesehen, zu Ende gegangen“, zog LSC-Vorsitzender Karl-Christian Bay, eine alles in allem positive Bilanz.

Ulrich Stock

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