Gesundheitsquintett
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13. September 2018
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (re.) gehört für Deutschland zum Gesundheitsquintett FOTO: BMG/BELINDA MAYER

Gesundheitsminister arbeiten verstärkt zusammen

Zu ihrer jährlichen, in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindenden Arbeitstagung kamen die Gesundheitsminister Deutschlands, der Schweiz, Österreichs, Luxemburgs und Liechtensteins vom 2. bis 3. September in Lindau am Bodensee zusammen.

LINDAU – Über die Sprache, kulturellen Gemeinsamkeiten und engen nachbarschaftlichen Beziehungen hinausgehend, die die Schweiz, Österreich, Luxemburg, Liechtenstein und Deutschland verbinden, gibt es noch weitere Parallelen zwischen den Ländern. „Auch in der Gesundheitsversorgung haben wir vieles gemeinsam“, stellen die Gesundheitsminister der fünf Länder in ihrer Erklärung zum sechsten gemeinsamen Treffen fest. Und zwar: „Eine flächendeckende medizinische und pflegerische Versorgung von hoher Qualität, eine patientenzentrierte Ausrichtung und eine große Offenheit für Innovationen. “Außerdem sehen die Minister sich vor vergleichbare Herausforderungen gestellt: Die demografische Entwicklung hin zu einem immer höheren Altersdurchschnitt in der Bevölkerung sowie der enorme medizinische Fortschritt. Diese stellten hohe Anforderungen an die Weiterentwicklung der Gesundheitssysteme. „Vor diesem Hintergrund bekräftigen wir die Bedeutung eines regelmäßigen Erfahrungs- und Wissensaustausches unseres Gesundheitsquintetts auf politischer Ebene“,heißt es in der Erklärung weiter.

„Deutschland, die Schweiz, Österreich, Luxemburg und Liechtenstein stehen vor ähnlichen gesundheitspolitischen Herausforderungen, etwa in der Digitalisierung des Gesundheitswesens oder der Gewinnung von Pflegekräften aus dem Ausland. Diese Themen können wir gemeinsam besser angehen. Zugleich können wir gegenseitig von erfolgreichen Modellen und Regelungen lernen“, betont auch der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Beim Treffen diskutierten die Teilnehmer unter anderem über einen verbesserten Austausch über Maßnahmen und Strategien der Digitalisierung des Gesundheitswesens sowie Strategien zur Rekrutierung von Gesundheitsfachkräften aus dem Ausland.

„Weltweit wachsen im Zuge der Digitalisierung die Datenmengen“, stellten die Minister fest. Für die deutschsprachigen Länder als Hochtechnologieländer ergeben sich daraus Chancen, die auch gemeinsam genutzt werden könnten. Speziell im Bereich der Übersetzung oder in der Verwendung gemeinsamer semantischer Standards sehen die Minister hier einen möglichen Vorteil. Auch die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung könne gemeinsam angegangen werden.

Eine weitere gemeinsame Herausforderung betrifft die Sprachvermittlung bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte für den Pflegebereich. Hier möchten die Minister außerdem zusammen Ideen entwickeln, wie der Globale Verhaltenskodex der Weltgesundheitsorganisation WHO für die internationale Anwerbung zeitgemäß umgesetzt werden kann. Das Ergebnis möchten die Minister in die internationale Diskussion zum Thema einbringen.

Weiterhin möchten sich die Teilnehmer des Treffens bei den Vorbereitungen der internationalen Gesundheitskompetenz-Studie 2019/2020 einbringen.

Das nächste Treffen des Gesundheitsquintetts, wie sich die Minister in der Erklärung selbst bezeichnen, findet im Jahr 2019 in der Schweiz statt.

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