Freie Fahrt zur Insel
Empfehlung

13. April 2018
Sicht aus Norden: In der Bildmitte befindet sich die Zufahrt vom alten Langenweg, daneben und darüber sind Fuß- und Radwege. Foto: ust

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit steht die Bahnunterführung am Langenweg in Lindau, künftig die Hauptzufahrt zur Insel, kurz vor der Fertigstellung. Zur Eröffnung in rund fünf Wochen werden viele Ehrengäste erwartet, auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.

Lindau – Das lange Warten, nicht nur an den Bahnschranken, hat ein Ende: Nach jahrzehntelangen Diskussionen, einem Bürgerentscheid und etlichen Klagen wird die Unterführung am Langenweg endlich eröffnet. Der 18. Mai wird ein Festtag, nicht nur für Lindaus Bürger, sondern für alle Verkehrsteilnehmer, welche die Insel besuchen wollen. Sie sparen Zeit, Geld und nicht zuletzt auch Nerven. Glaubt man den Planern, so soll das Nadelöhr zur Insel Vergangenheit sein und der Verkehr künftig besser fließen.

Bevor Autos, Radfahrer und Fußgänger die Inselstraße – so heißt die neue Verbindung zwischen Kolpingkreisel und Europaplatz – nutzen können, sind noch etliche Restarbeiten zu erledigen. Dazu gehören, wie die Pressestelle der Stadt auf Anfrage mitteilte, Asphaltarbeiten an der neuen Inselstraße, am (alten) Langenweg, am Hasenweidweg (Rest) sowie am Karl-Bever Parkplatz – des Weiteren Markierungs- und Beschilderungsarbeiten, Beleuchtungsarbeiten, Mauerarbeiten (Lärmschutzziegel), Dachdeckerarbeiten (Pumpenhaus) und Elektroarbeiten. Neben Arbeiten an den Lärmschutzwänden sind auch noch Kanalarbeiten beim Regenklärbecken und Pflasterarbeiten am Karl-Bever-Parkplatz zu erledigen.

Aber auch nach der Verkehrsfreigabe am 18. Mai wird noch nicht alles fertig sein. Kleinere Arbeiten an den Stützmauern und Lärmschutzwänden sowie Deckschichtarbeiten am Parkplatz dürften noch anfallen, heißt es seitens der Stadt. Nicht nur die motorisierten Verkehrsteilnehmer müssen sich mit der Verkehrsführung rund um die Bahnunterführung zurechtfinden. Auch Radfahrer und Fußgänger werden die eigens für sie geschaffene Überführung der neuen Inselstraße erst mal erkunden müssen. Sie ermöglicht unter anderem die Verbindung von der Hundweiler Straße einerseits und der Brougierstraße bzw. dem (alten) Langenweg andererseits. Auch die Rad- und Fußwege durch die Unterführung sind losgelöst vom Autoverkehr. Schon bald nach der Verkehrsfreigabe, spätestens aber im Herbst, wollen Stadt und Bahn mit dem Bau der Unterführung am Bahnübergang Bregenzer Straße beginnen. Diese soll ausschließlich von Fußgängern und Radfahrern sowie Rettungs- und Einsatzfahrzeugen (Bayerisches Rotes Kreuz, Feuerwehr, THW und Polizei) benutzt werden. Auch hier muss mit einer Bauzeit von rund eineinhalb Jahren gerechnet werden. Die Investitionssumme für beide Bahnunterführungen (Langenweg und Bregenzer Straße) lag zuletzt bei knapp 22 Millionen Euro.

Ende der Verkehrsstaus?

Ob mit der neuen Inselzufahrt die typischen Staus der Vergangenheit angehören, werden die kommenden Monate zeigen. Der Verkehrsabfluss von der Insel aufs Festland sollte auf jeden Fall reibungsloser als bisher vonstattengehen. Bei der Zufahrt zur Insel hingegen könnte es hin und wieder zu Rückstaus kommen – vor allem bedingt durch die Fußgängerüberwege an der Heidenmauer und der Seebrücke.

Das sehen die städtischen Planer etwas anders: „Größere Rückstaus sollten sich aufgrund der Berechnungen eines Verkehrsingenieurbüros und der entsprechenden Planung und Ausführung mit notwendigen Bypässen (einer am Langenweg zur Insel und zwei am Kreisverkehr Kolpingstraße) nicht ergeben“, erläutert die Pressestelle. Zusätzlich habe man die Lichtsignalanlagen am Langenweg angepasst, eine weitere Anpassung werde im Zuge der Maßnahme Bahnunterführung Bregenzer vorgenommen.

Ulrich Stock

Zurück

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzbestimmungen. Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite. Cookies akzeptieren