Forscher sollen sich einmischen
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5. Juli 2019
Begehrtes Motiv: Gruppenfoto mit Donna Strickland, Physiknobelpreisträgerin 2018, und Nachwuchswissenschaftlern aus China Photo: U. Stock

Der wissenschaftliche Nach-wuchs stand im Fokus der feierlichen Eröffnung der 69. Lindauer Nobelpreisträgertagung am Sonntag in der Lindauer Inselhalle. Die Redner appellierten an die junge Generation der Wissenschaftler, die gesellschaftliche Entwicklung aktiv mitzugestalten.

Lindau – Eine Rekordzahl von 89 Nationen ist in diesem Jahr auf der Lindauer Tagung vertreten, 580 Nachwuchswissenschaftler kommen bis zum 5. Juli mit 39 Nobelpreisträgern zusammen. Das Programm widmet sich turnusgemäß der Physik. Entsprechend dem aktuellen Physiknobelpreis 2018 bildet die Laserphysik ein Kernthema. Weitere Themen sind Dunkle Materie und Gravitationswellen, die 2016 erstmals nachgewiesen werden konnten.

Die Gastgeberin Bettina Gräfin Bernadotte, Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, griff in ihrer Begrüßung einen Aufruf der Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn auf, mit dem diese im vorigen Jahr in Lindau für eine globale, nachhaltige und offene Wissenschaft plädiert hatte. „Gemeinsam mit Liz Blackburn haben wir einen Entwurf für eine ‚Lindau Declaration‘ erarbeitet. Teilen Sie Ihre Visionen mit uns und wirken Sie mit!“, wandte sich die Gräfin an die anwesenden Wissenschaftler. Die Lindauer Tagung sei als Dialog- und Austauschforum genau dazu prädestiniert.

„Einzigartiges Forum“

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, hob die Bedeutung der Lindau-er Nobelpreisträgertagungen hervor. „Sie sind ein internationales und in der Welt einzig-artiges Forum der Begegnung von Forschenden aus aller Herren Länder. In Lindau wer-den nicht nur wichtige Brücken zwischen verschiedenen Nationen und Kulturen gebaut, sondern hier entstehen auch Netzwerke über Generationen hinweg. Wo sonst können sich junge Wissenschaftler so direkt mit Nobelpreisträgern austauschen? Das bietet nur Lindau“, sagte Karliczek.

Nobelpreisträger Brian Schmidt aus Australien ermutigte in einer Grundsatzrede die jungen Wissenschaftler, sich stärker bei gesellschaftlichen Herausforderungen ein-zubringen: „Es gibt wahrhaftig viele Probleme da draußen. Wir Wissenschaftler sind es, die sich damit konfrontieren müssen. Lasst uns darüber diskutieren!“

U. Stock

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