Elektrifizierung schreitet voran

7. Februar 2019
Im Januar wurde in Lindau mit den Bauarbeiten für die neue Unterführung „Bregenzer Straße“ begonnen Foto: DB Netz AG

Der Streckenabschnitt zwischen Aichstetten (Baden-Württemberg) und Hergatz (Landkreis Lindau) wird über fünf Monate lang gesperrt. Vom 6. bis 8. September muss der komplette Zugverkehr in Lindau eingestellt werden.

Lindau – Nachdem die Deutsche Bahn 2018 die Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Strecke München-Lindau hauptsächlich in dem 100 Kilometer langen östlichen Abschnitt zwischen Geltendorf (bei München) und Leutkirch durchführte, verlagert sich nun das Geschehen auf den westlichen und südlichen Teil der Strecke. Umfangreiche Arbeiten werden von April bis Oktober auch den Zugverkehr stellenweise stark beeinträchtigen. Wie die Bahn weiter mitteilte, sollen über 80 Kilometer Gleise elektrifiziert sowie rund 1300 Oberleitungsmasten und fast 11 Kilometer Schallschutzwände errichtet werden.

Vom 12. April bis 6. Oktober werden neben der eigentlichen Elektrifizierung zwischen Aichstetten und Hergatz drei Bahnübergänge und fast sieben Kilometer Gleise erneuert, der Bahnhof Kißlegg umgebaut, Schallschutzwände in Leutkirch, Kißlegg und Wangen errichtet und das Umrichterwerk für die Stromversorgung weitergebaut.

Der eingleisige, 40 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Aichstetten und Hergatz muss für den Zugverkehr mehr als fünf Monate gesperrt bleiben. Die Bahn will die veränderten Fahrzeiten und Ersatzverkehre vorab in den Fahrplanmedien kommunizieren. Auf der zweigleisigen Stecke zwischen Hergatz und Lindau laufen Bauarbeiten und Zugverkehr überwiegend parallel. Nur an vier Wochenenden im Mai, Juli,  August und September sowie während der Osterferien muss wegen Weichen- und Brückenarbeiten dieser Abschnitt komplett gesperrt werden. Ausfallende Züge werden durch Busse ersetzt.

Im Stadtgebiet Lindau führt die Deutsche Bahn Netz AG vor allem während der Sommerferien umfangreiche Bauarbeiten durch – dafür wird zwischen Reutin und Bregenz auch ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Anfang September muss wegen der Inbetriebnahme des Elektronischen Stellwerks für drei Tage der ganze Zugverkehr in Lindau eingestellt werden. Im Zuge des Ausbaus der Südbahn wird im Herbst (16. September bis 21. Dezember) die Strecke Lindau-Friedrichshafen nicht befahrbar sein.

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau schafft die Voraussetzungen, um ab Dezember 2020 ein zeitgemäßes Verkehrsangebot mit kürzeren Reisezeiten realisieren zu können. Die Fahrzeit zwischen den beiden europäischen Metropolen München und Zürich verkürzt sich dadurch um fast eine Stunde auf weniger als dann angepeilte dreieinhalb Stunden. Die Schweizer Neigetechnikzüge „Astoro“ ermöglichen eine deutlich höhere Geschwindigkeit in den Kurven und erreichen künftig auf weiten Abschnitten Tempo 160.ust

Uli Stock

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