Defizite beim Winterdienst

6. Juni 2019
Die Kommunalaufsicht sieht beim Winterdienst der Stadt Verbesserungspotenzial Foto: Ulrich Stock

„Erhebliche Defizite“ und „Handlungsbedarf“ ortet die Kommunalaufsicht des Landratsamtes beim Winterdienst der Stadt Lindau rund um das schneereiche Dreikönigs-Wochenende zu Beginn des Jahres. „Rechtsaufsichtsrechtliche Maßnahmen“ will die Behörde allerdings nicht ergreifen.

Lindau – Wir erinnern uns: Die starken Schneefälle zum Ende der Weihnachtsferien hatten die Schneeräumdienste der Stadt Lindau an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gebracht und dazu geführt, dass an mehreren Tagen die Schule ausfallen musste. Kritik kam anschließend nicht nur aus der Lindauer Bürgerschaft, sondern auch von Landrat Elmar Stegmann, der daraufhin die Kommunalaufsicht mit einer Untersuchung beauftragte. Nach rund fünf Monaten liegt nun das Ergebnis vor.

Hinsichtlich Organisation und Durchführung des Winterdienstes bestehe „Handlungsbedarf“, heißt es in einem Schreiben der Aufsichtsbehörde an die Stadt Lindau. Die Wetterdienste hätten rechtzeitig „unisono vor markantem Unwetter mit starken Schneefällen gewarnt“. Insofern habe es sich nicht um ein „unvorhersehbares Ereignis“ gehandelt. Das Landratsamt gibt daher „dringend zu bedenken, dass es im Falle länger anhaltender Schneefälle geboten sein kann, über die vorgegebenen Zeiten hinaus zu räumen und zu streuen“.

Ansonsten könnten sich über Nacht erhebliche Schneemengen ansammeln, die am nächsten Tag kaum mehr zu bewältigen sind. Auch im Zusammenhang mit dem rechtzeitigen Abfahren der geräumten Schneemengen habe man den Eindruck gewonnen, dass es zu „erheblichen Defi ziten“ gekommen sei. Auffallend ist, dass das Landratsamt in seinem Schreiben trotz der Kritik stets nur „Empfehlungen“ ausspricht.

Ulrich Stock

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