„Dabei sein ist hier alles“ - Segelregatta Rund Um lockt wieder Tausende an den Lindauer See

„Dabei sein ist hier alles“ - Segelregatta Rund Um lockt wieder Tausende an den Lindauer See
Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes bewegender Augenblick, wenn sich bis zu 350 Boote in die Abendsonne verabschieden Foto: Ulrich Stock
6. Juni 2019

Die Langstrecken-Nacht-Regatta ist ohne Zweifel einer der absoluten Höhepunkte im Lindauer Jahresreigen. Pünktlich zum Sommerbeginn am 21. Juni ist es wieder so weit – dann starten von Lindau aus bis zu 350 Boote zur Rund Um, der größten Segelveranstaltung am Bodensee.

Lindau – Es ist immer wieder ein eindrucksvolles Erlebnis, wenn sich die große Schar von kleinen und großen Booten mit ihren bunten Segeln nach dem Start um 19.30 Uhr auf den Weg in Richtung Westen machen und nach und nach in der Abendsonne verschwinden. Allerdings ist den teilnehmenden Skippern und Seglern eine steife Brise oft wichtiger als Sonne mit Flaute. Schließlich geht es darum, wer nach dem langen Rundkurs am Ende am schnellsten im Ziel, sprich wieder zurück in Lindau ist.

Sicher steht das Große Blaue Band, das dem Sieger winkt, ganz im Mittelpunkt. Aber für ganz, ganz viele ist einfach nur die Teilnahme wichtig – frei nach dem Motto „Dabei sein ist alles“, wie Wettfahrtleiter Achim Holz vom veranstaltenden Lindauer Segler-Club (LSC) bei der Pressekonferenz am Montag erklärte. Selbstverständlich richten sich die Blicke der vielen Tausend Zuschauer in erster Linie auf die großen und sehr schnellen Katamarane. Doch der weitaus größte Teil der Teilnehmer, von denen einige schon seit 40 Jahren oder länger dabei sind, besteht aus den kleineren Booten – den eigentlichen „Bodenseeseglern“, so Holz.

Rund zwei Wochen vor dem Start hätten sich knapp 250 Crews angemeldet, informierte die Meldechefi n der Rund Um, Petra Guinand. Am Ende dürften es ähnlich wie in den Vorjahren zwischen 330 und 350 teilnehmende Boote sein. „Bis zum 14. Juni beträgt das Meldegeld noch moderate 100 Euro, danach verdoppelt es sich“, sagte Guinand und fügte hinzu, dass sich Nachzügler auch noch am Starttag selbst anmelden können.

Hatten bislang vor allem die Katamarane die Favoritenrolle inne, so könnte sich dies bei der diesjährigen, der 69. Aufl age der Rund Um ändern. Denn mit der Teilnahme der Monohull „Gonet“ des Schweizer Spitzenseglers Eric Monnin wird ein äußerst ungewöhnliches Boot starten. Dazu Wettfahrtleiter Holz: „Im Internet habe ich Videos angeschaut. Bei Wind kommt das Schiff aus dem Wasser, die Mannschaft steht zusätzlich im Trapez, das nur acht Meter lange Boot geht ab wie eine Rakete.“ Allerdings habe der Rumpf konstruktionsbedingt ein Problem. „Es muss Wind haben, damit die Foils (Anm. eine Art Tragfl ächen) genügend Auftrieb erzeugen und das Schiff aus dem Wasser heben.“

„Nicht nur auf dem Wasser, auch an Land ist einiges geboten“, kündigte LSC-Vorsitzender KarlChristian Bay an. Und Susanne Käser, zuständig für die Organisation, ergänzt: „Wir werden am Donnerstagabend mit Karl Frierson den Lindauern abermals ein echtes Highlight bieten.“ Am Samstagabend wiederum werden auf der „boot Düsseldorf“- Party die „Lamas“ den Tanzwütigen kräftig einheizen. Tickets gibt es im Segler-Club und im Lindaupark. Längst fester Bestandteil der Lindauer Seglertage (20. bis 23. Juni) sind der maritime Flohmarkt am Donnerstag und das Feuerwerk am Samstagabend – beides am Seehafen. Dazu kommt das ganze Wochenende über ein großes Rahmenprogramm auf der Bühne am Mangturm.

Ulrich Stock

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