Kulturtafel Friedrichshafen will noch mehr Bedürftige ansprechen

Kulturtafel Friedrichshafen will noch mehr Bedürftige ansprechen
Ulrich Föhr wünscht sich noch mehr Unterstützer für die Häfler Kulturtafel Foto: David Balzer
28. Februar 2019

Ende Oktober 2018 hat sich die Kulturtafel Friedrichshafen gegründet. Immer mehr bedürftige Menschen nutzen das Kulturangebot, dennoch wünscht sich Diakon Ulrich Föhr noch mehr Anmeldungen und hofft, weitere Unterstützer für das Projekt zu gewinnen.  

Friedrichshafen – Seit dem Start der Kulturtafel im Herbst haben sich 29 Häfler Bürger in deren Datenbank registrieren lassen, hinzu kommen 14 weitere Personen, die aus dem engsten Umfeld der Bedürftigen stammen. Das Durchschnittsalter liegt bei 59 Jahren. „Es könnten ruhig noch mehr werden, aber wir freuen uns, dass wir bereits 43 Menschen ein kulturelles Freizeitangebot bieten können“, sagt Diakon Ulrich Föhr, Leiter der Kulturtafel. Zum Angebot gehören derzeit unter anderem Kino- und Theaterbesuche, Heimspiele der VfB-Volleyballer oder Eintrittskarten für die Open-Air-Konzerte im Sommer neben dem Graf-Zeppelin-Haus (GZH). 

Getragen wird die Kulturtafel von der katholischen Kirche Friedrichshafen, die Schirmherrschaft hat im November Marie Herzogin von Württemberg übernommen: „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung, die Herzogin kennt auch den einen oder anderen Veranstalter“, sagt Föhr, der bei seiner Arbeit für die Kulturtafel von ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird. Alle Menschen, die in Friedrichshafen wohnhaft sind und ein geringes Einkommen haben, können sich registrieren lassen und auch Vorlieben bei der Freizeitgestaltung angeben. „Schön wären 100 bis 150 Gäste bei uns. Allerdings schämen sich viele Menschen und trauen sich nicht, auf uns zuzukommen“, betont Ulrich Föhr.  

Stadt gibt derzeit keine Karten an die Kulturtafel

Auch wenn die Zahl an Unterstützern steigt, hat sich das Angebot reduziert: Die Stadt gibt derzeit keine Karten an die Kulturtafel, so fallen Veranstaltungen im GZH oder im Kulturhaus Caserne weg. „Ich habe die Hoffnung, dass sich das bald ändert“, so Föhr. Die Stadt Friedrichshafen hat sich aus der Zusammenarbeit aber nicht zurückgezogen, im Gegenteil: Im November bewilligte sie eine Förderung in Höhe von 5 000 Euro für die Kulturtafel. Mehr Infos: www.kulturtafel-friedrichshafen.de

David Balzer

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