Kritik am Verkehrskonzept

14. März 2019
Kommen sich hier im Jahr 2020 LGS-Besucher und Autofahrer in die Quere? Foto: Dieter Leder

Der Verkehrsausschuss beschäftigte sich am Montag mit dem Verkehrskonzept der Landesgartenschau (LGS). Das erhielt nicht nur Zustimmung, sondern erntete auch deutliche Kritik.

Überlingen – „Das Verkehrskonzept ist Teil des umfangreichen Sicherheitskonzeptes der Landesgartenschau“ erklärte Bürgermeister Matthias Längin zu Beginn und stellte damit klar, dass er vom Verkehrsausschuss nur Anregungen mitnehmen könne. 1 400 Stellplätze sollen im Osten Überlingens für die Besucher der LGS zur Verfügung stehen und Ratsmitglied Günter Hornstein wies mit der ersten Wortmeldung schon auf das eigentliche Problem hin: „Der gesamte Verkehr geht durch die Altstadt.“ Denn die LGS findet auf der anderen Seite von Überlingen statt, im Westen, und alle Besucher sollen letztlich mit Shuttle-Bussen durch die Stadt fahren. 

Mit einem aufwendigen Verkehrskonzept will die LGS den Verkehr 2020 kanalisieren. Hornstein schlug daher vor, einen Teil des Shuttle-Verkehrs über die B31 um Überlingen herumzulenken, insbesondere den Verkehr im Anschluss an die abendlichen Veranstaltungen.

Deutliche Kritik kam auch von Ratsmitglied Ulrich Krezdorn, der auf die sich kreuzenden Verkehrsströme mit der geplanten Einbahnstraßenregelung hinwies: „Es gibt kein Zurück mehr, wenn alle durch die Innenstadt gequetscht werden.“ Er stellte klar, dass das Konzept nicht funktionieren werde und verwies auf in der Vergangenheit gesammelte Erfahrungen.Kritik kam auch an der geplanten Beschilderung  und der Lenkung der Touristenbusse. 

Längin deutete an, dass die Anregungen überprüft werden und dass an der Entlastung gearbeitet werde: Das LGS-Wassertaxi könne vielleicht bis zur Kellerwerft beim Parkplatz fahren, so eine „noch nicht spruchreife“ Überlegung.

Auf den Hinweis, dass Überlingen mit dem normalen Tagesverkehr schon am Rande des Verkehrskollapses stehe, antwortete Längin im Hinblick auf den zu erwartenden zusätzlichen LGS-Verkehr: „Als Gastgeber müssen wir das akzeptieren.“ Optimistisch sieht es Robert Dreher: „Wir werden es überleben“ während Ralf Mittelmeier  resigniert bemerkte: „Wir müssen da durch.“ Trotzdem freue er sich schon auf 2021.             

Dieter Leder

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