Gemeinsam Fastenbrechen

Gemeinsam Fastenbrechen
Mitglieder des Frauenausschusses servieren das Iftar-Festessen Foto: Dieter Leder
23. Mai 2019

Während des Ramadans serviert der Frauenausschuss in der Moschee samstags und sonntags zum Fastenbrechen ein Festessen. Das Iftar zieht Muslime aus der ganzen Während des Ramadans serviert der Frauenausschuss in der Moschee samstags und sonntags zum Fastenbrechen ein Festessen. Das Iftar zieht Muslime aus der ganzen Region an.

Überlingen – Zur Zeit ist Ramadan, der islamische Fastenmonat, bei dem zwischen Sonnenauf- und Untergang nicht gegessen und getrunken werden darf. Doch zum Sonnenuntergang treffen sich Muslime mit ihren großen Familien, mit Freunden und Arbeitskollegen zum gemeinsamen Beten und Essen, dem Fastenbrechen, im arabischen auch Iftar genannt.

Die Überlinger DITIB-Moschee lädt während des Ramadans jeden Samstag- und Sonntagabend zum großen gemeinsamen Iftar-Festessen ein. Der Frauenausschuss der Überlinger Moschee hat dabei die Organisation und insbesondere die kulinarische Mammutaufgabe des Kochens übernommen: Für mehrere hundert Gläubige servieren sie ein mehrgängiges Essen. „Das Essen muss pünktlich zum Sonnenuntergang auf dem Tisch stehen“, erklärt Ismihan Atmaca, die treibende Kraft hinter der Organisation. Schon den ganzen Tag laufen die Vorbereitungen, ab 18 Uhr sind die Frauen dann in der kleinen Großküche der Moschee mit dem Kochen beschäftigt. Noch haben sie drei Stunden Zeit bis Sonnenuntergang, der am vergangenen Sonntag aber ins Wasser fiel: Ein Gewitter über Überlingen brachte kräftigen Dauerregen. 

„Wir haben großes Glück dieses Jahr“, sagt dennoch etwas erleichtert Tamer Yilmaz. Er ist der neue Vorsitzende der Moschee: „Denn wir haben ein provisorisches festes Zelt aufgebaut und sind daher unabhängig vom Wetter.“ Er ist aber nicht nur Vorstand, er ist auch aktiver Helfer im Frauenausschuss und packt mit an bei den Vorbereitungen. 

Yilmaz ist neuerdings nicht der einzige männliche Helfer aus dem Vorstand, der den Frauenausschuss tatkräftig unterstützt: „Das funktioniert super“, freut sich Ismihan Atmaca, „wir brauchen bei so viel Arbeit jeden Helfer.“ Je näher der Sonnenuntergang kommt, desto hektischer wird das Treiben in der Küche und auch im Zelt. Die Tische werden eingedeckt, Gaskocher installiert, die letzten Vorbereitungen getroffen. 

Und immer wieder der Blick auf die Uhr. Seit Sonnenaufgang haben sie alle nichts mehr gegessen und getrunken, und jetzt sind es nur noch wenige Augenblicke, lange Augenblicke, die mit dem herrlichen Duft von Tomatensuppe, gewürztem Duftreis und Lammragout mit frischem Fladenbrot noch länger werden. 

Ahmet Özbek, seit Dezember neuer Hodscha an der Überlinger DITIB-Moschee, greift zum Mikrofon, er liest den Koran, Einkehr und Beten, die Sonne ist untergegangen: Mit einer Dattel beginnt traditionell das Iftar, das Festessen, zu dem neben dem Hauptgang am Ende noch Tee und ein üppiger Nachtisch gereicht werden.   

 

Großes Moscheefest am 31. Mai 

Einfach mal dabei sein und gemeinsam Fastenbrechen? „Wir wollen die besondere Stimmung des Ramadan aufzeigen“, sagt Ismihan Itmaca, „und wir wollen zeigen, dass wir offen für alle sind.“ Die Moschee lädt alle Interessierten am 31. Mai abends zum gemeinsamen Feiern ein mit Musik, Derwischtanz und einem Kinderprogramm. Zum Sonnenuntergang (etwa 21.20 Uhr) wird dann gemeinsam Iftar gefeiert und zusammen gegessen.

 

Dieter Leder

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