Fasnetmädels hängen an den Seilen

18. Februar 2019
Eine Augenweide: Als Pfaue hatten sie 2018 die Fasnet bereichert Foto: Dieter Leder

Seit 2002 sind die Fasnetmädels mit opulenten Kostümen als Gruppe bei den Überlinger Umzügen unterwegs. Ein Besuch im Atelier und eine Preview auf die Kostüme (!) 2019.

Überlingen – Es ist ein chaotisches Nähatelier: Überall stehen Nähmaschinen, Schachteln voller Requisiten, Knöpfe, Stoffbahnen und Masken, Bügelbretter versperren den Weg, Kostüme hängen am Bücherregal. Das ist der Hinweis, dass dies eigentlich eine ganz normale Wohnung ist, nämlich die von Martina. Wie jedes Jahr werden hier zwischen Oktober und Fasnet opulente Kostüme gefertigt: Paradiesvögel, Sultanien, Pfaue (siehe Foto von letztem Jahr), Seegöttinnen, auch „Von allem ebbes“ entstand hier, das war das legendäre Mischkostüm aus Hänsele, Löwe und Altwiberich. Bei Kaffee, Kuchen und Sekt wird monatelang geschneidert, bis die Nadeln glühen. Oder im Finger stecken. So wie letzen Samstag, da rammte sich Martina die Nadel quer durch den Finger, im Krankenhaus wurde die zweifach gebrochene Nadel wieder rausgezogen. Tags darauf wurde weitergenäht, am Kleid. 

„Wir hängen an den Seilen“ sagt Sylvia, mehr wollen auch Martina, Heike, Claudia, Tanja und Susi zu den Kostümen 2019 nicht verraten: „Überraschung!“ Die Kostüme werden ausladend werden, so viel ist sicher. Und weil die für den Samstagabendumzug zu opulent wären, haben sie einfach noch ein zweites Kostüm genäht: Ein kleines Schwarzes für Samstagabend und die große opulente Überraschung für den Sonntagsumzug in Überlingen.

Dieter Leder

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