Charity-Tandemtour
Empfehlung

19. Juli 2018
Miriam Kirchner und Susanne Schlichtig (von li.) verbinden Spaß und Spenden. Foto: Privat

Miriam Kirchner aus Dettingen an der Iller und Susanne Schlichtig aus Eriskirch haben Großes vor: Vom 29. bis 31. Juli wollen die beiden mit dem Tandem rund um den Bodensee fahren. Die Strecke, die sie sich vorgenommen haben, ist rund 200 Kilometer lang.

Friedrichshafen –  Ihre Radtour führt sie von Bregenz über den Untersee bis Konstanz, dann mit der Fähre nach Meersburg und wieder zurück nach Bregenz über Friedrichshafen mit einem Zwischenstopp in Eriskirch. Dort erwartet sie nämlich der  Bürgermeister Arman Aigner. „Ich habe ihn auf dem Dorffest angesprochen und er war sofort als Unterstützer dabei“, freut sich Schlichtig. Die Idee, die geplante Freundinnenradtour zur Spendenaktion umzumünzen, sei ihr ganz spontan in den Sinn gekommen.

„Wir wollten eigentlich nur gemeinsam etwas unternehmen“, erklärt sie, denn sie seien einmal Mitbewohnerinnen und außerdem Kolleginnen im Ravensburger Migrationsamt gewesen. „Wir haben quasi die Flüchtlingskrise zusammen gemeistert.“ Als die Idee zur Charitytour aufkam, dachten sich die beiden, sie könnten die Aktion auch noch ein wenig interessanter gestalten und so entschieden sie sich an Stelle von zwei Einzelfahrrädern für ein gemeinsames Tandem.

„Ich bin noch nie Tandem gefahren“, verrät Schlichtig und lacht: „Aber ich denke, das bekommen wir schon hin.“ Beide waren schließlich einmal aktive Kunstradfahrerinnen.

Sie freue sich nun gleich zweifach auf die Radtour, denn so könne sie zwei angenehme Dinge miteinander verbinden. Baan Doi, so heißt das Projekt in Thailand, für das die Spenden gedacht sind, bezeichnet sie als ihr „Herzensprojekt“. Es besteht aus einem Waisenheim und Familienförderprogrammen, um benachteiligten Kindern die Chance auf eine gute selbstständige Zukunft zu eröffnen.

2015 sei sie zwei Monate lang vor Ort gewesen und habe sich selbst davon überzeugen können, wofür die Spenden verwendet würden. „Ich weiß, dass sie zu hundert Prozent da ankommen, wo sie gebraucht werden“, betont sie. Sie sei froh, ein so schönes Projekt gefunden zu haben, für das sie sich nun als erste Vorsitzende des deutschen Fördervereins auch weiterhin engagiere. Baan Doi hat zwei weitere Fördervereine in Österreich und der Schweiz und sitzt somit in den drei Ländern, die die jungen Frauen auf ihrer Radtour durchqueren werden.

Wer die Radtour unterstützen möchte, kann ganz einfach per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden, wie viele Euro er pro Kilometer beisteuern möchte. Auf der Webseite www.baandoi.org kann dann neben einem Spendenbarometer auch per Tracking live mitverfolgt werden, wo die beiden sich gerade befinden und ob sie ihr Ziel tatsächlich erreichen.

Jeder Spender wird im Anschluss an die Radtour per E-Mail über die Gesamtstrecke informiert und erhält einen kleinen persönlichen Reisebericht der Radlerinnen samt Fotos. Besonders würden sich die beiden freuen, wenn sich Unternehmern als Förderer anschließen. Wer ein paar Kilometer mitradeln mag, ist ebenfalls jederzeit herzlich willkommen.

Lena Reiner

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