Wohnen statt fahren
Empfehlung

18. Februar 2019
Vom Hauderboschen kommen die künftigen Bewohner auch mit dem Bus in die Stadt Foto: Uli Landthaler

Wie heißt der beliebteste Haustyp in Oberschwaben? Toskana. Das wirft ein Schlaglicht auf das, was gerade los ist auf dem Immobilienmarkt. Dass in Biberach viel gebaut wird, hat auch einen anderen Grund: den überbordenden Berufsverkehr. Ein Blick auf die aktuellen Bau-Trends. 

Biberach –  Zwei Etagen, ein Dach in Zeltform und ein quadratischer Grundriss: Das sogenannte Toskana-Haus, angelehnt an mediterrane Villen-Optik, ist der aktuelle Renner bei oberschwäbischen Häuslesbauern, wie Biberachs  Baubürgermeister Christian Kuhlmann im Vorfeld der Immo-Messe (23. und 24. Februar im Rathaus) erzählt. Sicher nicht der billigste Wohntyp, und dabei muss man schon für ein ganz normales Einfamilienhaus mindestens 500 000 Euro aufwenden. Dass so viele Leute bauen wollen, ist ein Ausdruck der Wirtschaftslage: „Wer in Oberschwaben seinen guten Job hat, will auch sein Haus“ weiß Patrick Detzel von der Baugenossenschaft Biberach, ebenfalls im Organisationsteam der Immo-Messe.

Für die Stadt heißt das: Bauplätze schaffen. Im Hauderboschen bei der neuen Klinik drehen sich schon die Baukräne. Nächstes Jahr kommt die „Breite“ in Rindenmoos dazu: 100 Bauplätze, fast alle für Einfamilienhäuser. Die Erschließung und Vermarktung beginnt demnächst, Interessenten können sich bei der Immo-Messe über die Einzelheiten informieren. Außer Toskana sind noch vier weitere Haustypen zugelassen.Für die Stadt heißt das: Bauplätze schaffen. Im Hauderboschen bei der neuen Klinik drehen sich schon die Baukräne. Nächstes Jahr kommt die „Breite“ in Rindenmoos dazu: 100 Bauplätze, fast alle für Einfamilienhäuser. Die Erschließung und Vermarktung beginnt demnächst, Interessenten können sich bei der Immo-Messe über die Einzelheiten informieren. Außer Toskana sind noch vier weitere Haustypen zugelassen.

Bauplatzpolitik ist auch Verkehrspolitik, weiß Kuhlmann. Je näher die Leute am Arbeitsplatz wohnen, desto weniger Berufsverkehr entsteht. „Die Stadt erstickt im Ziel-/Quellverkehr“, der tägliche Pendlerverkehr der Beschäftigten von Boehringer und der anderen Unternehmen produziert riesige Staus in den Stoßzeiten. Vom Hauderboschen aber fährt alle 15 Minuten ein Bus in die Stadt. Das soll Entlastung bringen.

Und Biberach hat noch mehr Platz. Die Fläche des jetzigen Krankenhauses wird Wohnhäuser aufnehmen. In der Innenstadt wird sich der Bereich rund um den Bahnhof verändern, auch in der Waldseer Straße und dem Gelände des Autohauses an der Kolpingstraße wird es Bauplätze geben. Kuhlmann geht davon aus, dass Etagenwohnungen und Doppel- wie Reihenhäuser an Bedeutung gewinnen. Das freistehende Einfamilienhaus werde immer unerschwinglicher. Und es sei wegen seines Flächenbedarfs auch nicht die sinnvollste Wahl.

Mehr zur Biberacher Immo-Messe unter www-immomesse.de und in unserer nächsten Ausgabe.

Uli Landthaler

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