Ohne Pult und Krawatte

14. März 2019
Redner ohne Pult: Robert Habeck ließ die die Bütt links liegen Foto: Uli Landthaler

Der Politische Aschermittwoch der Grünen machte schon mal  den nächsten Generationswechsel anschaulich: Ministerpräsident Kretschmann (71) traf auf den Jungstar der Partei, den Bundesvorsitzenden Robert Habeck (39).

Biberach – Ein neuer Anblick in der politischen Szene: Robert Habeck ließ das grüne Rednerpult beim politischen Aschermittwoch seiner Partei in der Biberacher Stadthalle einfach stehen. Wie ein Showmaster stand er mit Kopfmikrofon (Englisch: Headset) frei auf der Stadthallen-Bühne. Dass er keine übertriebene Polit-Show abzog, dafür hatte schon Biberachs Bürgermeister Christian Kuhlmann mit seinem Grußwort gesorgt. Er habe eigentlich die Nase voll Diffamierungen und Unterstellungen, wie sie gerade am Politischen Aschermittwoch der Parteien gerne aus dem Fernseher dröhnen. Und  zitierte Wieland: „Ein rohes, ungebildetes Volk hat eine rohe Sprache“. Aber: „Wir können die Verrohung der Sprache aufhalten“, forderte Kuhlmann, und Kretschmann/Habeck hielten sich daran. 

Habeck erinnerte daran, wie wichtig die anstehende Europawahl ist und dass man die Populisten zurückdrängen müsse, die alte Abschottungen wieder aufleben lassen wollen: „In die Zukunft kommt man nicht im Rückwärtsgang“. Die Schüler-Demonstrationen für den Klimaschutz (wir berichteten) fand Kretschmann in Ordnung, Habeck fand sie Klasse: „Die Schüler treten uns  in den Hintern“.  Der Eintrag ins Klassenbuch für Schulschwänzen zwecks Demo-Teilnahme nannte er  „eine größere Ehre als jede Ehrenurkunde der Bundesjugendspiele.“                                  

Uli Landthaler

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