Nächster Halt: Boehringer
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13. September 2018
Damit der Arbeitsweg nicht zur Tortur wird, richtet Boehringer Ingelheim einen eigenen Schienenersatzverkehr für seine Mitarbeiter ein FOTO: FOTOLIA

Unternehmen richtet eigenen Schienenersatzverkehr ein

Jetzt ist es soweit: Die Südbahn ist ganze drei Monate gesperrt. Für viele Pendler bedeutet das: warten, umsteigen und den halben Tag in den Bussen des Schienenersatzverkehrs unterwegs sein. Boehringer Ingelheim, Biberachs größter Arbeitgeber, hat dafür jedoch eine ganz eigene Lösung.

BIBERACH – Seit Montag, 10. September, herrscht Chaos an den Bahnhöfen in der Region, denn die Bahnstrecke zwischen Ulm und Laupheim ist für drei Monate gesperrt. Grund dafür sind Arbeiten für die Elektrifizierung der Südbahn.

Auch viele Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim pendeln jeden Tag mit dem Zug. Morgens zur Arbeit und abends wieder nach Hause. Damit diese auch über den Zeitraum der Bahnstreckensperrung von drei Monaten produktiv arbeiten und zufrieden nach Hause gehen können, hat das Unternehmen entschieden, Shuttlebusse bereitzustellen.

Denn der Geschäftsleitung und vor allem auch dem Vorsitzenden des Betriebsrats, Uwe Scheufele, war es wichtig, eine gute Mobilitätslösung für ihre Beschäftigten zu finden. Konkret geplant und umgesetzt wurde diese dann von der internen Abteilung „Mobility Solutions“. „Somit bleibt den Mitarbeiten pro Strecke nun täglich ein Zeitverlust von ungefähr 50 Minuten und ein zweimaliger Umstieg erspart“, sagt Unternehmenssprecher Matthias Reinig.

Boehringer-Shuttle

Die Shuttlebusse sind bereits seit Anfang des Monats unterwegs und fahren voraussichtlich bis Weihnachten. Im Halbstundentakt geht es morgens zwischen 6 und 9.30 Uhr von Ulm nach Biberach. Abends geht es genauso von 16.30 bis 18 Uhr zurück. In Biberach verkehren die Busse ebenfalls halbstündig – am Morgen von 5 bis 9.30 Uhr und am Abend zwischen 15.30 und 18.30 Uhr in die entgegengesetzte Richtung. Ergänzend gibt es Freitagnachmittags das Angebot für frühere Fahrten.

Freie Wahl

Tickets für den Shuttle erhalten die Mitarbeiter einfach und unkompliziert über das hauseigene Intranet. So kostet eine Monatskarte von Ulm nach Biberach 134,30 Euro, von Donaustetten nach Biberach 120,20 Euro und von Laupheim nach Biberach 78,30 Euro. So können die Mitarbeiter frei wählen, ob und mit welchem Shuttlebus sie fahren.

Mitarbeiter zeigen Interesse

Wie viele Beschäftigte den Schienenersatzverkehr in den nächsten Monaten nun tatsächlich nutzen werden, wird sich erst noch herausstellen. Doch eine im Vorfeld vom Betriebsrat gestartete Umfrage ergab, dass sich bereits zu diesem Zeitpunkt 400 Mitarbeiter für den unternehmenseigenen Boehringer-Ingelheim-Shuttle interessierten. Weitere Informationen unter www.boehringer-ingelheim.de

 

 

 

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