Gutes Rad ist billig - Landkreis will Beschäftigte zum Umsteigen bewegen

Gutes Rad ist billig - Landkreis will Beschäftigte zum Umsteigen bewegen
Alle auf‘s Rad: Wenn es nach dem Landrat geht, kommen seine Mitarbeiter künftig topfit zur Arbeit. Es muss ja vor dem Landratsamt nicht gleich zugehen wie beim Radrennen, den Zuschuss gibt es für alle Fahrradtypen. Foto: Krauss
20. November 2019

Mit dem Auto zur Arbeit? Es geht auch anders. Der Landkreis spendiert jetzt seinen Angestellten einen Zuschuss zum Fahrradkauf – und will für alle Lehrlinge ein Azubi-Ticket einführen.   

Kreis Biberach – Was kostet ein Fahrrad? Für Angestellte des Landratsamtes in jedem Fall 300 Euro weniger. Diesen Zuschuss gibt es vom Landrat künftig beim Kauf eines „Jobrads“, wie der Biberacher Kreistag jetzt beschlossen hat. Beamte wie auch tariflich Beschäftigte erhalten 300 Euro Zuschuss zum Fahrradkauf – egal, welches Modell.

 Das „Jobrad“ ist  gedacht für den Weg zur Arbeit und für Dienstfahrten, es soll aber natürlich auch in der Freizeit benutzt werden – Hauptsache Fahrrad. 18 000 Euro hat der Landkreis dafür im Haushalt 2020 eingeplant. „Die Landkreis-Verwaltung kann sich auf diesem Weg als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und den Umstieg auf das umweltfreundliche und gesunde Verkehrsmittel fördern“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Auch für die Auszubildenden im Landkreis soll sich was tun. Für sie beantragt der Kreis beim Verkehrsverbund Ding die Einführung eines Azubi-Tickets. Bislang fahren sie mit einer Schülermonatskarte, die aber nur räumlich und zeitlich eingegrenzt gilt – mit der Folge, dass manchmal, etwa für die Fahrt zur Berufsschule, noch eine weitere Fahrkarte nötig ist. Viele sparen sich das und nehmen lieber das Auto, wie eine Umfrage ergeben hat.

Derzeit fährt demnach ungefähr die Hälfte der Azubis mit dem Auto und ein Drittel mit Bus oder Bahn. Das Azubi-Ticket soll dieses Verhältnis verschieben. Es würde für jeden Auszubildenden gelten, egal welcher Arbeitgeber, und etwa 60 Euro pro Monat kosten. Es müsste aber vom gesamten Verkehrsverbund beschlossen werden, zu dem auch Ulm, Neu-Ulm und der Alb-Donau-Kreis gehören, und könnte daher frühestens im September 2020 starten.

Uli Landthaler

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