Freunde des Jagdhorns treffen sich in Bad Schussenried

29. April 2019
Das „Forum für Jagdmusik“ hatte einen Lehrgang für „Trompe de Chasse“ und „Es-Horn“ organisiert. Beim Abschlusskonzert in der Klosterkirche Reute konnten Besucher den Klängen der Musiker zuhören FOTOS: O. HOFMANN

Schon zum zehnten Mal organisierte der Bad Waldseer Harald Klingbeil unter der Schirmherrschaft des „Forum für Jagdmusik e.V.“ in Bad Schussenried einen Lehrgang für „Trompe de Chasse“ und „Es-Horn“. Eine große Schar an Freunden des Jagdhorns war für vier Tage in das Humboldt-Institut gekommen, um sich von namhaften Übungsleitern aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland zu ihren Fähigkeiten auf dem Jagdhorn weiterbilden zu lassen. 

Bad Schussenried – „Über den Reitsport und die Jagd bin ich zum blasen gekommen“, erklärt Richard Wetzel, gebürtig aus Mengen und heute aus Verden an der Aller zu diesem Workshop angereist. Hans-Georg Zilkens aus Dormagen bei Köln ist schon seit 45 Jahren dem Jagdhorn regelrecht verfallen. „Als achtjähriger habe ich bei meiner Großmutter auf Schallplatte eine Aufnahme mit einem Pless-Horn gehört, war derart fasziniert und habe mir darauf das Spielen selbst beigebracht“, schwärmt er. Über 80 solcher Workshops hat er schon besucht, um sich immer wieder musikalisch weiterzubilden. Die Begeisterung für dieses Instrument steht ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Regelmäßig fährt er dazu zum Spielen nach Lothringen, dort ist er Mitglied im Ensemble von Hubert Klein, der „Rallye Trompes Moselle Sarre“. 

Zum Abschluss ein festliches Konzert

Auch Klein ist als Übungsleiter nach Bad Schussenried gekommen, die Szene für dieses ausgefallene Instrument in Europa ist überschaubar und man kennt sich. Besonderes Highlight ist diesmal ein Vortrag des Instrumentenbauers Harald Bosch vom Musikhaus Beck in Dettingen an der Erms, der anschaulich Einblicke in die Geheimnisse des Baus eines exzellenten Jagdhorns gibt. Feierlicher Abschluss des Lehrgangs war ein festliches Konzert, bei dem die Übungsleiter gemeinsam mit den besten Teilnehmern ihr Können zum Besten gaben. Die Qualität und die Besonderheit dieses Events hat sich weit über Oberschwaben hinaus herumgesprochen, war doch die Klosterkirche in Reute bis auf den letzten Platz mit erlesenen Fans der Jagdmusik gefüllt, die dieses musikalische Highlight mit frenetischem Beifall bedachten. 

Oliver Hofmann

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