Ein IHK-Insider

9. Mai 2019
Max-Martin W.Deinhard (Mi.) wird Nachfolger von IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle (rechts). Links IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell. Foto: IHK

Die IHK hat ihren neuen Hauptgeschäftsführer vorgestellt: Max-Martin Wilhelm Deinhard tritt 2020 die Nachfolge von Otto Sälzle an. 

Region – Er kommt aus Delmenhorst, aber er weiß auch, wo Ingoldingen liegt: Max-Martin Wilhelm Deinhard ist ab 2020 der Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm und Nachfolger von Otto Sälzle. Die IHK-Vollversammlung hatte ihn vergangene Woche einstimmig gewählt – aus über 100 Bewerbern, darunter nur sechs Frauen. 

Deinhard ist mit 38 Jahren ein junger Kollege, wie IHK-Präsident Dr. Jan Stefan Roell bei der Vorstellung vor den Medien sagte. Er wisse die Arbeit der ehrenamtlichen IHK-Funktionsträger zu würdigen und sei ein IHK-Insider, der sich nicht lange in die spezielle Welt der Industrie- und Handelskammern einarbeiten müsse.Der künftige Hauptgeschäftsführer kommt aus Delmenhorst, hat in Bremen Politikmanagement und in Konstanz Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, mit Auslandssemestern in London und Indien. Er arbeitete bei den IHKs in Offenbach und Würzburg-Schweinfurt, vor allem im Thema Berufsbildung, aber auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Oberschwaben kennt er aus seiner Konstanzer Studentenzeit, Biberach und Ingoldingen sind ihm aus familiären Beziehungen ein Begriff. Die Pharma-Branche mit ihren Vertretern wie Boehringer Ingelheim sei ihm aber neu, so etwas gebe es in Würzburg nicht.  

Deinhard wird mit Lebensgefährtin und zwei Kindern in die  Region ziehen. Möglichst ab Oktober wird er sich von Vorgänger Otto Sälzle an der Ulmer Olgastraße in den Job des IHK-Hauptgeschäftsführers einarbeiten lassen: Dienstleistungen für die Mitgliedsunternehmen, vor allem im Bereich Bildung und Digitalisierung – und Interessenvertretung für die Wirtschaft. Eine Funktion, die Sälzle sehr weit auslegt, praktisch unentwegt liegt er mit der Stadt Ulm wegen diversen Verkehrs- und Infrastrukturprojekten im Clinch. Ob der Nachfolger daran anknüpfen wolle? Die Antwort war vorsichtig. Natürlich werde man weiter Lobbyist der Wirtschaft sein, sagte Roell. Aber wie das bei Deinhard genau aussieht, „da werde ich meinen Weg finden“.

Uli Landthaler

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