Der Brunnen für alle
Empfehlung

13. April 2018
Zu Wochenbeginn lag der Schadenhof-Brunnen noch im Trockenen. Trotzdem denkt man schon über den Nachfolger nach. Foto: Uli Landthaler

Welchen Brunnen hätten Sie gern? Diese Frage sollen jetzt die Biberacher selber beantworten, schlägt die CDU vor.

Biberach – Mit Brunnen ist das so eine Sache. Sie sollen möglichst harmonisch vor sich hin plätschern und für die Erbauung der Bürger sorgen. Manchmal tun sie aber das Gegenteil. Dann bringen sie die Gemüter zum kochen – vor allem dann, wenn der Brunnen modern gestaltet ist und die Leute die Botschaft des Künstlers nicht verstehen wollen.

Oder auch, wenn er ihnen zu ausdruckslos ist – so wie die Wasserstele am Biberacher Schadenhof, den die Stadt vor zwei Jahren als Ersatz für den bisherigen Brunnentrog aufstellen ließ: Ein Metallzylinder mit der Aufschrift „Trinkwasser“, der beim

Betrachter Ratlosigkeit erzeugt und jetzt wegen Nichtgefallen ersetzt werden soll. Aber wodurch? Die CDU im Biberacher Stadtrat ruft die Brunnen-Basisdemokratie aus: Die Bürger sollen sich ihren Brunnen selber ausdenken.

Am heutigen Donnerstagabend soll der Bauausschuss auf CDU-Antrag die Aktion „Biberach baut einen Brunnen“ auf den Weg bringen. Klappt das, dann kann jeder seinen Wunschbrunnen selber malen und an die Stadt schicken. Als Skizze, Collage oder als Beispiel-Foto von irgendeinem Brunnen, der ihm besonders gefallen hat.

Das Ganze würde dann einer Expertenrunde vorgelegt, die die Vorschläge auf ihre technische Machbarkeit prüft. Die Gestaltung soll sie aber nicht bewerten. Das sollen dann wieder die Bürger erledigen: Per Online-Abstimmung oder mit dem Stimmzettel anhand der ausgestellten Beiträge.

Die drei Lieblingsentwürfe der Biberacher würden dann weiter ausgearbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt. Der könnte dann den neuen Schadenhof- Brunnen aussuchen – und muss dabei natürlich auf die Kosten achten. Soweit der Plan. Er wird heute, Donnerstag, im Bauusschuss (18.30 Uhr Ratssaal) beraten und am 18. April dem Biberacher Jugendparlament vorgestellt. Bevor es dann los geht, wird alles nochmal in einer öffentlichen Info-Veranstaltung erklärt.

Uli Landthaler

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