Das Geld bleibt in der Region

11. April 2019
Die BZV-Vorstandsmitglieder Franz Schmid, Klaus Remensperger und Jürgen Strohmaier blicken auf ein erfolgfreiches Geschäftsjahr zurück Foto: BVZ

Die 10 Volks- und Raiffeisenbanken in der Region Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen haben ihre Marktanteile ausgebaut, heißt es im Jahresbericht. Auch 2018 wurden im Kreditgeschäft und Einlagengeschäft hohe Wachstumszahlen hingelegt und die Eigenkapitalbasis weiter gesteigert. 

Region – 2018 setzten die Volks- und Raiffeisenbanken ihr Wachstum im Geschäftsvolumen von jährlich zwischen fünf und sechs Prozent fort. „Unsere Konzentration auf unsere Geschäftsgebiete, die Serviceorientierung im Filial- und Onlinebanking sowie die starke Mitgliederorientierung werden von unseren Kunden honoriert“, sagte Franz Schmid, Vorstandsvorsitzender der Bezirksvereinigung der Volks- und Raiffeisenbanken in der Region Ravensburg-Bodensee-Sigmaringen (BZV), bei der Jahrespressekonferenz in Bad Waldsee. „Die uns anvertrauten Einlagen werden zu 100 Prozent in der Region investiert, in Unternehmen, in Wohnbaufinanzierungen oder in kommunale Projekte. Die Menschen schätzen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Regionalität“.

Die Wirtschaft brummt

Dass die Region wirtschaftlich wächst, macht sich in den Bilanzen der Volks- und Raiffeisenbanken bemerkbar. So legte das Kundenvolumen – Kredite, Einlagen und Verbundgeschäft – um 4,5 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro zu. Es gab insgesamt 4140 Baufinanzierungen für Erwerb,  Renovierung oder den Bau selbst genutzter oder vermieteter Häuser und Wohnungen. 

Auch die Region profitiert von der guten Verfassung der Volks- und Raiffeisenbanken. So konnten die Kommunen gut 12,9 Millionen Euro an Ertragssteuern verbuchen. An die Mitglieder wurde eine Dividende von insgesamt 3,4 Millionen Euro ausbezahlt und mit rund 1,2 Millionen Euro an Spenden- und Sponsoringbeiträgen wurden die Vereine und Institutionen in der Region unterstützt. Nicht zuletzt profitiere die Region auch von 1027 sicheren Arbeits- und 98 Ausbildungsplätzen. 

In die digitale Präsenz investiert die VR Banken Gruppe die nächsten Jahre über 500 Mio. Euro. Um die Mitarbeiter in die digitale Zeit mitzunehmen, wurde an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten das erste BZV-Zukunftscamp veranstaltet. Es wurde über neue Technologien und über die Anwendung in Banken informiert sowie in Workshops Ideen für die anstehenden Herausforderungen gesammelt. 

Bei dem Bilanzgespräch zeigten sich die Vorstände bezüglich der andauernden Niedrigzinspolitik besorgt. Die Altersvorsorge leide durch die fehlende Verzinsung von Sparguthaben, Lebensversicherungen oder anderen festverzinslichen Anlagenformen. Um der Nullzinsfalle zu entgehen, bleibe nur noch der Ausweg über die Beimischung von Wertpapieranlagen.    

pr

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