Bündnis fürs Rißtal

19. Juni 2019
Öko-Demo auf der Grünen Wiese. Foto: Uli Landthaler

Der Bauernvenband BiberachSigmaringen hat sich gegen das geplante Industriegebiet Rißtal in Warthausen ausgesprochen. Sein Argument: Der Flächenverbrauch.

Warthausen – Es war eine Art Öko-Picknick, zu dem sich Anlieger des geplanten Industriegebiets Rißtal zum Protestieren auf der grünen Wiese trafen. Prominentester Teilnehmer: Gerhard Glaser, Präsident des Kreisbauernverbands Biberach-Sigmaringen. Der Bauernverband ist zusammen mit der Bürgerinitiative gegen das Industriegebiet dem überregionialen „Bündnis Bodenschutz“ beigetreten. Dieser Zusammenschluss von Bürgerinitiativen hat dem Flächenverbrauch, oder wie man es am liebsten nennt, dem „Flächenfraß“ zu Lasten landwirtschaftlicher Böden den Kampf angesagt.

Die Redner zählten noch einmal die Argumente gegen die geplante Bebauung des Rißtals bei Herrlishöfen mit Industriefl ächen auf: Den Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Böden und der Schutz vor Hochwasser, den man durch die Bodenversiegelung beeinträchtigt sieht.

Eigentlich ist die Rißtal-Bebauung nicht mit dem Zersiedelungsverbot vereinbar, das den Landschaftsverbrauch eindämmen soll. Weil aber dafür Flächen an anderer Stelle geschont werden und die Nähe zur B 30 positive Verkehrseffekte bewirkt, gab es eine Ausnahmgenehmigung – gegen die die Bürgerinitiative Sturm läuft, ohne allerdings rechtlich dagegen anzugehen. Man beschränkt sich auf politische Argumentation – allem voran den Appell, dass der Landschaftsverbrauch ein Ende haben müsse.

Jeden Tag würden in Deutschland 600 000 Quadratmeter für Siedlungs- und Verkehrsfl äche verbraucht, hieß es. Die Landwirte würden lieber regionale Lebensmittel darauf anbauen. Angesichts der Klimawandels „müssen die natürliche Leistungen des Bodens höchste Priorität bekommen“ und geschützt werden.

Uli Landthaler

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