Biberach ist Zugpferd

Biberach ist Zugpferd
Die Biberacher verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen, sagt die Statistik der IHK. Foto: Uli Landthaler
20. November 2019

Der Kreis Biberach hat die Stadt Ulm bei der Wirtschaftsentwicklung überholt. Das ist nicht neu, wird aber von der IHK gern als Beleg angeführt, wie  kerngesund die Wirtschaftsregion  zwischen Heidenheim und Biberach dasteht. So auch jetzt bei der Präsentation der neu aufbereiteten Statistiken.

Region – Die IHK Region Ulm umfasst neben der  Stadt Ulm die Landkreise Heidenheim, Alb-Donau und Biberach. Zusammen hat man wirtschaftlich mehr zu bieten als beispielsweise Zypern, wie IHK-Vorstandsmitglied Jonas Pürckhauer bei der Vorstellung der aktuellen Statistik betonte. Nicht zuletzt dank glänzender Zahlen aus Biberach ist die Region Ulm in diversen IHK-Rankings weit vorne und wird nur von Metropolen-IHKs wie Stuttgart oder Frankfurt  übertroffen.

Ein paar Beispiele:  Die regionale Wirtschaftsleistung ist im Zeitraum von 2000 bis 2017 um mehr als 77 Prozent gewachsen. „Damit ist die IHK-Region Ulm die zweitwachstumsstärkste von 79 Regionen Deutschlands“. Nur Leipzig kann ein noch höheres Wirtschaftswachstum aufweisen, vor allem wegen seiner jungen Automobilindustrie. 

Ulm ist überhaupt eine der zehn wirtschaftsstärksten Räume Deutschlands. Das liegt auch am Kreis Biberach, wo das  Bruttoinlandsprodukt von 2000 bis 2017 um sagenhafte 110 Prozent gestiegen ist. Nur  vier deutsche Städte waren hier noch besser. Die Gründe sind für IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälze unter anderem die vielen verschiedenen ansässigen Branchen vom Maschinenbau bis zur Pharmaindustrie: Die Region sei nicht von einem einzigen Wirtschaftszweig wie etwa der Autoindustrie abhängig.

Aber auch die schwäbische Schaffer-Mentalität trage zum Wohlstand  bei. Und der Wohlstand kommt bei den Leuten an, sagt die Statistik. Das verfügbare Einkommen, also das Geld, das man tatsächlich für Wohnen, Leben und Konsum ausgeben kann, liegt in der IHK-Region Ulm  bei 24 570 Euro pro Kopf und Jahr – das ist Platz 11 im bundesweiten Vergleich. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 22 600.Nachholbedarf gebe es außer im Wohnungsangebot vor allem in der Kinderbetreuung, führte Sälzle aus. Diese Angebote seien wichtig,  um die freien Arbeitsplätze besetzen zu  können.  Die Region brauche Zuzug von Fachkräften.

Uli Landthaler

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