Schwarzer Vere – auch nur ein Mensch

21. September 2017
Ewald Reichle (re.) übergibt Bürgermeister Christoph Schulz das Drehbuch. Daneben Co-Autor Michael Skuppin (2. v. li) und Organisationsleiter Klawitter (li.).Die weiteren Aufführtermine nach der Premiere werden erst Anfang Dezember bekannt gegeben – wenn die Termine der Fußball-WM feststehen. Foto: herzog

Den 8. Juni 2018 sollten Sie sich schon mal dick im Kalender anstreichen. Denn da findet die Premiere zum Ostracher Freiluft-Schauspiel „Der schwarze Vere“ statt.

ostrach – Am gestrigen Mittwoch übergaben die beiden Autoren Ewald Reichle und Michael Skuppin dem Ostracher Bürgermeister Christoph Schulz das 300 Seiten starke Drehbuch für das Freiluft-Schauspiel „Der schwarze Vere“.

Diesem war die Vorfreude direkt anzumerken, will er doch um diese Veranstaltung noch ein Fest gruppieren. Daneben wird es im Museum noch eine Ausstellung zum Thema Schwarzer Vere geben, die sich aber, anders als das Stück, rein an der Historie ausrichtet.

Die beiden Autoren stellten ihr Werk lebhaft vor. „Wir wollen den Vere nicht als bösen Menschen darstellen, sondern als einen, der von seiner Zeit und dem Umfeld böse gebeutelt wurde.“ Überhaupt: Man richtet sich nicht nach den historischen Gegebenheiten, sondern erzählt eine höchst emotionale Geschichte. „Die Gefühle sollen im Vordergrund stehen“ so Ewald Reichle. Und sein Co-Autor Michael Skuppin ergänzt: „Der Schwarze Vere ist eher der Nagel in der Wand, an dem wir eine Heimatgeschichte aus dem Ostrachtal aufhängen.“

Die „Jauner“ oder „Malefizen“, wie man diese Menschen seinerzeit bezeichnet hatte, nutzten das Drei-Ländereck weidlich aus. Hatten sie im Schwäbischen eine Tat begangen, flüchteten sie ins Badische. Hatten sie dort etwas gestohlen, ging‘s nach Hohenzollern. „Das war mit ein Hauptgrund, warum Ostrach das Zentrum der Bande war“ führte Bürgermeister Christoph Schulz aus. So stehen oft die Animositäten zwischen Badenern und Schwaben im Mittelpunkt. Wer könnte dies besser beschreiben, als der im Badischen geborene und in Ostrach wohnhafte Ewald Reichle? Ulrich Herzog

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