Saulgau für Deutschland - Beim „Entente Florale Europe“ will man punkten

Saulgau für Deutschland - Beim „Entente Florale Europe“ will man punkten
Die Europahymne für die Jury: Schülerinnen und Schüler der Musikschule begrüßten mit Bürgermeisterin Doris Schröter die Wettbewerbsjuroren Foto: Stadt Bad Saulgau
18. Juli 2019

Beim „Entente Florale Europe“, einem europaweiten Wettbewerb um das beste Nachhaltigkeitskonzept ausgewählter Städte, tritt die Landeshauptstadt der Biodiversität Bad Saulgau in diesem Jahr für Deutschland an. Wenn auch zunächst unfreiwillig. Umweltbeauftragter Thomas Lehenherr erzählt.

Bad Saulgau – „Entente Florale Europe“, einst ein europaweiter Wettbewerb um den schönsten städtischen Blumenschmuck, zeichnet heute erfolgreich realisierte städtische Nachhaltigkeitskonzepte aus. Bad Saulgau könnte man bei solchen Ausschreibungen eine gewisse Routine zusprechen, angesichts aller Auszeichnungen, die die grüne Stadt sich in den letzten Jahren erarbeitet hat. „Den Aufwand überblickt man bei einem solch imposanten Wettbewerb aber erst, wenn man dabei ist“, meint Umweltbeauftragter Thomas Lehenherr mit Blick auf die strengen Richtlinien: „Das Augenmerk der Jury liegt neben der Innenstadtbegrünung auch auf der Vernetzung von Biotopen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Bildungspolitik und der naturnahe Tourismus müssen sichtbar nachhaltigen Anforderungen standhalten“, so Lehenherr über die Anforderungen.

Nicht freiwillig beworben habe sich Bad Saulgau für den europaweiten Wettbewerb, „die Wettbewerbskommission hat uns regelrecht entdeckt“, so Lehenherr. Ein Jahr zuvor habe Rüdiger Kirsten, Vizepräsident von „Entente Florale Europe“ mit einer Erfurter Delegation unentdeckt an einer Führung teilgenommen.

„Es war mir damals nicht bewusst, wer sich hier durch Bad Saulgau führen lässt“, sagt Lehenherr, der überrascht und „ganz aus dem Häuschen“ gewesen sei, als ihn im Anschluss der Anruf mit der Frage erreichte, ob Bad Saulgau am Wettbewerb teilnehmen wolle.

„Sich als Landeshauptstadt der Biodiversität auf Europaebene mit anderen namhaften Städten messen zu dürfen, ist überwältigend“, so Lehenherr am Telefon zu Kirsten, der der Stadt aber rasch bestätigen konnte, das Zeug zu einem solch großen Wettbewerb zu haben und deshalb als Kandidatin ausgewählt zu sein. Am vergangenen Donnerstag, dem Tag der Bewertung, war die Wettbewerbs-Jury, besetzt mit Landschaftsarchitekten und Stadtplanern aus acht europäischen Ländern, wieder auf Tour durch Bad Saulgau.

Dieses Mal wurde es ernst: „Nach einem Begrüßungsempfang führten wir die Jury durch elf von uns ausgewählte Stationen, die die Entwicklung der Stadt repräsentieren. Darunter der Naturthemenpark, die Neue Mitte, den Marienpark, den naturnahen Spielplatz, das Kurgebiet und den Park am Exzellenzgymnasium oder das Kloster Siessen“, so Umweltbeauftragter Lehenherr.

Jetzt ist die Stadt gespannt auf das Ergebnis im September. „Die Jury zeigte sich begeistert. Eine Medaille gibt es sicher, in welcher Farbe werden wir sehen“, freut sich Lehenherr.

Christina Benz

Zurück

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzbestimmungen. Ich akzeptiere Cookies von dieser Seite. Cookies akzeptieren