Leben im Naturpark

Leben im Naturpark
Der Amalienfelsen ist eine der Attraktionen im Naturpark. Foto: Benz
11. April 2019

Der Naturpark Obere Donau soll während der kommenden zehn Jahre aufgewertet werden. Auf drei Regionalkonferenzen konnten Bürger ihre Ideen zu seiner zukünftigen Entwicklung liefern. Das Ergebnis gibt‘s im Mai. 

Sigmaringen – Naturschutz, Landwirtschaft, Tourismus und Sport, Tradition und Kultur, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit: Es gibt viele  Ansatzpunkte, den Naturpark, das Fundament der  hiesigen Tourismuswirtschaft, für Besucher attraktiver zu machen. 

Das interessierte auch die Sigmaringer. Über 70 Bürger nutzten die Möglichkeit, sich über die Zielsetzungen des Naturparks zu informieren und Anregungen einzubringen. Tuttlingens Landrat und Vorsitzender des Naturparkvereins Stefan Bär war sehr erfreut.  Bernd Schneck, Geschäftsführer des Naturparks Obere Donau, fasst schon mal einige Erkenntnisse zusammen: „Die Winterangebote im Naturpark sollen aktiver beworben und Winterwanderwege eingerichtet werden.“ Bei Schnee seien die Gemeinden gefragt, die entsprechenden Wege zu bahnen. „Es ist ein Aufwand, aber mit Willen wäre das möglich“, so Schneck. In schneearmen Wintern könne man die ohnehin intensiv bewanderten Sommerwege nutzen. „Viele wissen nicht, dass die Natur auch im Winter interessant und attraktiv ist“, so Schneck.

Generell müsse das Angebot des Naturparks mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit stärker beworben werden. „Es besteht zwar eine Homepage, aber die Informationen sollen besser gebündelt werden, um Angebote und Informationen an ein größeres Publikum herantragen zu können.“ 

Bedacht wurden auch die im Naturpark liegenden bewohnten Gebiete. „Das städtische Einheitsgrün soll mittels des Projekts „Blühender Naturpark“ einer blühenden Artenvielfalt weichen“, so Schneck weiter. Vorbildcharakter trage die Landeshauptstadt der Biodiversität Bad Saulgau. Deren Stadtgärtner Jens Wehner war   bei den Konferenzen als Tippgeber dabei. 

Man war sich einig bei den  Konferenzen, dass man die    Naturparklandschaft umfassend schützen und auf sanften, nachhaltigen Tourismus setzen will. Nun geht es an die Fertigstellung des Naturplans, der im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. „Im Anschluss werden Arbeitskreise aus Institutionen und Fachleuten gebildet, die die Umsetzung vorantreiben werden“, so Schneck. Nächstes Jahr wird es dann ernst. 

Der Naturpark Obere Donau zieht sich auf einer Strecke von fast 100 Kilometern entlang der Donau. Dabei umfasst er den Großen Heuberg und Teile des Albvorlandes bis Schömberg. Im Süden führt er über die Hegaualb hinaus und reicht fast bis an die Grenze des Landkreises Konstanz. 

Er wurde 1980 begründet und bemisst eine Gesamtfläche von fast 150 000 Hektar, der geschützte Raum beträgt aktuell etwa 45 Prozent. Träger des Naturparks Obere Donau ist der gleichnamige Verein mit Sitz in Beuron.

Christina Benz

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