Laubbach stellt Deutschlands besten Zimmerer

Laubbach stellt Deutschlands besten Zimmerer
Manz und Meister: Chef Jochen Manz (links) freut sich, den aktuellen deutschen Zimmerermeister Rainer Frick als Mitarbeiter zu haben. Foto: Christina Benz
20. November 2019

Noch bevor er seine berufliche Meisterqualifikation in der Tasche hat, holte er jetzt den Deutschen Meister der Zimmerer. Gold brachte er nicht nur nach Baden-Württemberg. Den Preis hat Rainer Frick aus Eichstegen auch ins beschauliche Örtchen Laubbach bei Ostrach getragen. Bei der dort ansässigen Zimmerei Manz, wo der 20-Jährige seine Ausbildung absolviert hat, arbeitet er ab sofort als „Deutschlands bester Zimmerer“. Oder etwa nicht?

So ausgezeichnet Rainer Frick seiner Arbeit als Zimmerer nachgehe, ein solch „bescheidener und zurückhaltender Kerl“ sei er bezüglich seiner Auszeichnung, sagt Inhaber Jochen Manz. Und tatsächlich: Frick gehe es nicht in erster Linie um die Goldmedaillle, die er Mitte November beim dreitägigen Wettbewerb im niedersächsischen Bad Zwischenahn für Baden-Württemberg geholt hat. Dort kürt der „Zentralverband Deutsches Baugewerbe“ alljährlich Deutschlands beste Nachwuchshandwerker 

Besser Bildung als Preise

„Wichtig bleiben mir vor allem die Kontakte, das Training mit Profis, das praktische Fachwissen, das Entwickeln von Sicherheit bei öffentlichen Auftritten“, sagt er. Über sehr gute Kenntnisse der Materie musste Frick allerdings bereits im Vorfeld verfügen. „Wir mussten als Wettbewerbsaufgabe ein Dachstuhlmodell konstruieren mit Traufe, Unterbau, Fachwerkwand, Grat- und Giebelsparren sowie einer Gaube.“ Realitätsnah sei das Modell nicht wirklich, sagt Frick. Bei dieser abstrakten Aufgabe habe man vor allem Vorstellungsvermögen unter Beweis stellen müssen. 

Kein deutsches Meisterdach

„Nein, unbezahlbar wird Frick jetzt nicht, wenn man ihn als Zimmerer buchen will“, lacht Manz. Und auch auf von Frick als Deutscher Meister signierte Dachbalken müssen Häuslebauer vergeblich warten. Der berufliche Meister stehe jetzt an. „Und vor Weihnachten geht es wieder mit Trainings los“, freut sich Frick. Denn im nächsten Jahr wird er die Europameisterschaft angehen. Danach wird er die 23, die Obergrenze des Teilnahmealters erreicht haben. „Bis dahin bleibt er uns erhalten“, so Manz.

Christina Benz

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