Kontrollierter Absturz auf den Schulhof

21. Februar 2019
Dem Baum macht der Tempo-50-Crash weniger aus als dem Auto und dem Fahrer, ergab der Falltest Foto: Christina Benz

„Das Leben ist kein Online-Spiel“, so könnte das Fazit der Bad Saulgauer Verkehrssicherheitswoche lauten. Die jährliche Aktion der beiden Berufsschulen, dem Arbeitskreis Verkehrssicherheit und der Stadt möchte junge Leute am Steuer für korrektes Verhalten im Straßenverkehr sensibilisieren. Womit wir beim neuen Risikofaktor im Straßenverkehr wären: Dem Handy.

Freunde leiden mit

Bürgermeisterin Doris Schröter: „Es geht nicht immer so glimpflich aus, wie junge Menschen sich das vorstellen“, sagte sie in ihrer Ansprache. „Denkt daran, dass euer Leben wichtig ist.“ Und es gibt ja auch die Verantwortung gegenüber Freunden und Familie, ergänzte Polizist Klaus Kubenz. Die leiden mit nach einem Unfall. Handys wurden von den Schülern auch rege zum Filmen gezückt, als die Verkehrswacht ein Auto aus zehn Metern Höhe von einem Kran auf einen am Boden liegenden Baumstamm krachen ließ: Ein Aufprall mit 50 Stundenkilometern. „So schlimm sieht das ja gar nicht aus“, so ein Berufsschüler beim Besehen des Wracks. Die Verantwortlichen waren sich jedoch einig: „Der Wind drehte das Auto in der Luft, sonst hätte es noch schlimmer ausgesehen.“ DRK-Ausbildungsleiter Christian Stauß barg den Fahrer-Dummie mit Verletzungen des Brustbeines, dem Genick und den unteren Extremitäten aus dem Wrack. 

Sein Reaktionsvermögen unter Alkoholeinfluss konnte man mit einer Rauschbrille auf die Probe stellen, die 0,8 Promille simuliert. Und bei Verkehrssicherheitstrainer Herbert Schilf konnte man per Computersimulation die eigene Reaktionsfähigkeit beim plötzlichen Auftreten eines Hindernisses testen. Schilf: „Das Leben ist kein Computerspiel. Wenn man zehn Mal an der selben Kreuzung steht, hat man zehn Mal eine andere Situation vor sich“.

Christina Benz

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