IHK-Vollversammlung bei Geberit

IHK-Vollversammlung bei Geberit
IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Peter Jany, Robert Lernbecher, Geschäftsführer der Geberit Produktions GmbH, und IHK-Präsident Martin Buck bei der Sommersitzung der IHK in Pfullendorf. FOTO IHK/SIEGFRIED GROSSKOPF
1. August 2019

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben hat für ihre Sommersitzung 2019 bei der Unternehmensgruppe Geberit in Pfullendorf getagt. Vorträge und Führungen ermöglichten den Gästen einen Einblick in die Unternehmenssparten Produktion, Vertrieb und Logistik. Themen waren auch der Brexit und die Digitalisierung der IHK.

PFULLENDORF – In ihrer Sommersitzung hat sich die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) über die Unternehmensgruppe Geberit in Pfullendorf informiert und nach einem beeindruckenden Betriebsrundgang von Robert Lernbecher, Geschäftsführer der Produktions GmbH, über die Auswirkungen eines möglichen Brexit beim europäischen Marktführer für Sanitärprodukte unterrichten lassen. Einstimmig verabschiedete die Vollversammlung in der Sitzung zudem die IHK-Digitalisierungsstrategie. Damit legte sie den Rahmen für wei-tergehende Digitalisierungsmaßnahmen fest.

Brexit ist Gefahr

Die weltweit tätige Geberit-Gruppe mit ihren 12 000 Mitarbeitern, dem Konzernhauptsitz in Rapperswil-Jona in der Schweiz und einem Umsatz von 3,1 Milliarden Schweizer Franken in 2018 sowie eigenen Vertriebsorganisationen in 50 Ländern wäre von einem Brexit besonders betroffen, so Lernbecher. „Wir sind auf jedes Brexit-Szenario gefasst“, so Lernbecher. Man gehe von möglichen Preiserhöhungen aus. „Niemand weiß, was passieren wird. Darum sind wir auf das Schlimmste gefasst“, so der Geschäftsführer. Bereits 1999 war Geberit mit dem Vertrieb in Großbritannien eingestiegen, seit 2014 wächst man dort mit mittlerweile 155 Mitarbeitern plus 80 Außendienstlern mit großen Erfolgen.

Aber nicht umsonst fi nde man Geberits höchste Marktanteile dort, wo sich professionelle Handwerkskunst balle. Und diese zeige sich in Sanitärprodukten für Großhändler, Spül- und Rohrleitungssystemen und mittlerweile auch Badmöbeln. Vielen ist der Name Geberit bekannt durch den Klassiker Unterputzspülkästen. In der erst im April offiziell eingeweihten Produktionshalle zeigte Lernbecher, wie aus Spritzgussmaschinen fertige Kästen herauskommen.

IHK digitalisiert sich

In der anschließenden Vollversammlung der IHK beschlossen die Vertreter einstimmig eine Digitalisierungsstrategie, die zuvor von Dr. Sönke Voss, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs IT, Innovation und Technologie erläutert worden war. „Geben Sie uns das Mandat“, hatte Hauptgeschäftsführer Professor Peter Jany die Vollversammlung gebeten. Er sei davon überzeugt, dass eine Reihe innovativer Unterstützungsangebote für Unternehmen, neuartige Instrumente der Interessenvertretung sowie eine weitere Steigerung von Effi zienz und Qualität im Bereich hoheitlicher Aufgaben folgen werden.

Mittlerweile sei die Abdeckung digitaler Themen in der Erstberatung von Mitgliedsunternehmen ebenso Alltag wie in der Aus- und Weiterbildung oder der politischen Interessenvertretungen. Neue Technologien erlauben in allen Bereichen vereinheitlichte Lösungen und erhebliche Kosten- und Effi zienzvorteile. Mittelfristig, so die IHK, werde jeder manuell behaftete Prozess, der sinnvoll digitalisiert werden könne, auch digitalisiert werden.

pm/ Christina Benz

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