Großer Baum, kleiner Baum

7. März 2019
Der prächtige Königseggwalder Kinder-Narrenbaum Foto: Christina Benz

Narrenbäume gibt es auch in klein: Der katholische Kindergarten aus Königseggwald erhielt stellvertretend für alle kleinen Bewohner des Dorfes vom Königseggwalder Narrenverein Schwarz Vere seinen Kindernarrenbaum auf dem Rathausplatz. Dort wurde Bürgermeister Roland Fuchs am Schmutzigen Donnerstag vom Räuber und seinen Landstreichern gefangengenommen, gefesselt und erhielt seine traditionelle Standpauke. 

Der geschnitzte Mann

Angeblich entspringt der Brauch des Narrenbaumstellens einem mittelalterlichen Spottumzug, zu dem die unverheirateten Frauen einen Baumstamm durch die Straßen zogen, um sich daraus einen Mann zu schnitzen. Andere Theorien besagen, dass es sich um uralte vorfrühlingshafte Fruchtbarkeitszeremonien handelt.  

Heute wird der Narrenbaum als sichtbares Symbol für die Herrschaft der örtlichen Narren verstanden. Vom Schmutzige Dunnschdig bis zum Fasnetdienstag regierten hier für einmal die Kinder, was auch Moderatorin Sabine Müller-Schlegel für gut befand: „Der Kindergarten könnte Sie ja gerade behalten, Herr Bürgermeister“, meinte sie in ihrer Ansprache.                 

Christina Benz

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