Fliegen geht auch ohne Pilot - Der Regio Airport Mengen wird einer von zwei Test-Flughafen

Fliegen geht auch ohne Pilot - Der Regio Airport Mengen wird einer von zwei Test-Flughafen
Flug in die Zukunft: In naher Zeit sollen auch unbemannte Flüge möglich sein. In Mengen werden auf einem ausgewiesenen Testgelände demnächst erste Probefl üge mit Drohnen durchgeführt Foto: PR
8. August 2019

Am Regio Airport Mengen soll unbemanntes, autonomes Fliegen getestet werden. Die Landesregierung hat sich für den Flughafen im Kreis Sigmaringen als eines von zwei Testfeldern für das Großprojekt „elektrisches, energieeffizientes und autonomes Fliegen“ entschieden. Insgesamt 1,3 Millionen Euro Fördermittel fließen in das zukunftsweisende Projekt.Am Regio Airport Mengen soll unbemanntes, autonomes Fliegen getestet werden. Die Landesregierung hat sich für den Flughafen im Kreis Sigmaringen als eines von zwei Testfeldern für das Großprojekt „elektrisches, energieeffizientes und autonomes Fliegen“ entschieden. Insgesamt 1,3 Millionen Euro Fördermittel fließen in das zukunftsweisende Projekt.

Mengen – Neben Mengen wurde der Flughafen Lahr im Schwarzwald für den Testbereich „Urbanes Fliegen“ ausgewählt. Am Standort Mengen soll im Rahmen des Projektes ein Testfeld für autonome Flüge errichtet werden – also für das Fliegen mit unbemannten Maschinen, wie etwa Drohnen. Mit Fördergeldern des Wirtschaftsministeriums in Höhe von insgesamt 1,3 Millionen Euro für beide Standorte wird in Mengen der Aufbau einer Versuchsumgebung mit Hangar und technischer Unterstützung gefördert, teilt das Ministerium mit. Flugtaxis oder unbemannte Transportflüge sollen in Zukunft ebenso selbstverständlich sein wie das Smartphone, so die Grundlage des Forschungsprojektes. Die Möglichkeiten des elektronischen Fliegens seien vielfältig, heißt es weiter.

So könnten elektrisch betriebene Flugzeuge Regionalfl ughäfen verbinden und große Airports entlasten – und fördern emissionsarme Verkehrskonzepte. Unbemannte Maschinen sind breitgefächert in der Logistik einsetzbar.

Erste Forschungsflüge sollen Anfang kommenden Jahres unternommen werden, ebenso der Spatenstich der Baumaßnahmen. „Erst bedarf es der technischen Unterstützung des Testfeldes und dem Bau des Hangars“, so der Sigmaringer Landtagsabgeordnete Klaus Burger gegenüber dem WOCHENBLATT. „In einem nächsten Schritt werden mit den Partnern vor Ort Umsetzungskonzepte erarbeitet.“

Zukunft auf Luftwegen

Auch der Mengener Bürgermeister Stefan Bubeck ist überzeugt: „Die Stadt Mengen begrüßt das Projekt, am RegioAirport einen Forschungs- und Entwicklungsstandort zum unbemannten Fliegen mit Flugdrohnen einzurichten. Der Flughafen bietet hierfür die optimalen Rahmenbedingungen.“

Als Teil einer „Grünen industriellen Revolution“ bezeichnet Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden gegenüber dem WOCHENBLATT das Vorhaben: „Um Möglichkeiten zu fi nden, uns klimaneutral fortzubewegen und kleine Lasten wie etwa Post energieeffi zient in die Haushalte zu bringen, benötigen wir auch die Entwicklung entsprechender Flugmaschinen.“ Der Landkreis erhalte die Chance, Taktgeber und Zukunftsstandort für das autonome Fliegen zu werden.

Innovationsstandort

Sowohl Mengen mit dem autonomen Fliegen als auch Lahr mit seinem Thema „urbanes Fliegen“ wollen am Innovationsstandort Baden-Württemberg schnell zukunftsweisende Forschungsergebnisse vorweisen können. Beide Testfl ughäfen, so der Plan des Ministeriums, sollen auch dazu passende Unternehmen bei sich ansiedeln.

Christina Benz

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