Ein echtes Naturtalent
Empfehlung

28. März 2019
Anastasia Burgardt mit ihrem Erstling Foto: Christina Benz

"Augen wie Opal“, so der Titel des Fantasyromans, mit dem die Vilsinger Schülerin Anastasia Burgardt debütiert. Vergangenen Samstag hat die junge Autorin ihren Erstling auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Das Wochenblatt traf sie als eine der jüngsten Autorinnen Oberschwabens vor ihrer Abreise.

Sigmaringen – Ein Jahr benötigte die 14-Jährige, um ihre Geschichte zu konzipieren und niederzuschreiben. „Die Idee dazu kam mir im Matheunterricht“, erzählt sie. Auf dem Heimweg im Schulbus habe sie sich dann regelmäßig Gedanken gemacht, wie es weitergehen könne mit ihren Protagonisten, den Edelsteinkindern. Deren Charaktereigenschaften und Fähigkeiten, die Anastasia von den Wirkungen der Edelsteine abgeleitet hat, führen die Leserschaft durch eine phantasievolle Welt: Nach dem Tod ihrer Eltern hat die 16-jährige Clavis nur noch ihre drei Geschwister und zwei beste Freunde. Bei einem Überfall erfassen sie plötzlich Zukunftsvisionen. Es stellt sich heraus, dass Clavis ein Edelsteinkind ist. Es kommt innerhalb der Geschichte zu einer Schlacht, einer Nahtoderfahrung und zum Kennenlernen weiterer Edelsteinkinder, die etwas vor ihr zu verbergen scheinen, so der Klappentext des Buchs.

„Für die Geschichten machte ich mir keine Notizen, alles blieb in meinem Kopf“, so Anastasia, die jede Minute zwischen Hausaufgaben und Lernen nutzte, um ihr Buch aus dem Kopf heraus in den Computer zu tippen. „Oft musste ich sie spätabends mit Nachdruck ins Bett schicken“, erzählt ihre Mutter Lidia Burgardt. „Die komplette Geschichte ergab sich aber erst während des Schreibens“, erzählt Anastasia.

Recherchiert hat sie in der Edelsteinkunde und ist dabei auf Geschichten gestoßen, die sie in ihren Roman eingefl ossen sind: „Etwa den Opal als Gott der Stürme, den von sich selbst sehr überzeugten Rubin oder die Perle als weise Heilerin, den unsichtbarmachenden Achat.“ Die Beziehung unter den Geschwistern wird ebenfalls in den Blickpunkt gerückt. „Eine Vorab-Leserin war erstaunt, wie gut sie das Leben mit Geschwistern beschreibt, obwohl sie ein Einzelkind ist“, erzählt Lidia Burgardt. „Nicht geschrieben, aber viel gelesen hat sie schon immer“, ergänzt sie. „Als kleines Kind bastelte ich aus Papier Minibücher und malte die Geschichten aus meinem Kopf hinein.“ Dennoch entstand ein erstes Buch bereits im Alter von neun Jahren. „Ein interessierter Verleger sagte, es lese sich wie Harry Potter. Veröffentlichen möchte ich es aber bis heute nicht“, sagt Anastasia. „Augen wie Opal“ wird dagegen im Noel-Verlag veröffentlicht. „Wir haben das Exposé abgeschickt, es wurde sofort angenommen“, sagt die Mutter. Auch am Titelbild, einem Auge, das den Leser in Regenbogenfarben anblickt, hat Anastasia mitgewirkt. Grafi sch umgesetzt wurde es dann vom Verlag.

Nach der Messe kommt das Buch direkt in den Verkauf. „Dann werde ich Lesungen in Schulen halten und bin gespannt, von wem ich weiter eingeladen werde, um mein Buch vorzustellen“, so Anastasia, die später einmal Marketingmanagement studieren möchte. Das zweite Buch ist bereits in Arbeit. „Ich kann mich noch nicht entscheiden, ob es wieder im Fantasygenre handelt oder ob es dieses Mal ein Krimi wird.“ Soviel kann sie aber schon sagen: „Es wird im Mittelalter spielen.“ Mehr Infos: www.noel-verlag.de

Christina Benz

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