Die Heuneburg lebt

Die Heuneburg lebt
Führung mit Landrätin (Mitte) und Ministerin (links): Die Heuneburg ist auf dem Weg zum Tourismus-Highlight. Foto: Christina Benz
29. Mai 2019

Früher hieß es Freilichtmuseum, künftig ist es die Kelten-Erlebniswelt. Die Heuneburg wird von 2023 an zur Touristenattraktion aufgerüstet und landesweit mit weiteren keltischen Fundstellen vernetzt. Finanzministerin Edith Sitzmann war jetzt auf Burgbesuch.

Hundersingen – Nächstes Jahr bekommt die Heuneburg einen neuen Burgherren: Die „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ SSG, im Land zuständig für die Verwaltung von Schlössern, Burgen, Klöstern und Gärten, übernimmt 2020 die Trägerschaft der Heuneburg.Das kleine Kelten-Museum im Ort wird schließen, die Ausstellungen wandern in den benachbarten Talhof. In dem denkmalgeschützten landwirtschaftlichen Anwesen kommen außerdem ein Gastronomiebetrieb, die Büroräumlichkeiten des Denkmalamts und Laborräume für archäologische Forschungen unter, wie der SSG-Geschäftsführer Michael Hörrmann und Hermann Zettler vom Landesbetrieb Vermögen und Bau erläuterten. Ebenso wird ein keltischer Schau-Bauernhof eingerichtet. Angedacht seien auch Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen und Touristen.

Die Besucher sollen auch die umliegende Donauregion erleben, wünscht sich Hörrmann: Die Donaulandschaft müsse erwandert werden, um sie zu erfahren. „Auch diese faszinierende Natur gilt als kulturelles Erbe, mit denen die Heuneburg die Gäste zukünftig in Kontakt bringen will“. 

So soll eine handbetriebene Fähre Fahrradfahrer vom Donauradweg zum Heuneburg-Ufer transportieren, Audioguides mit I-Pads und ein erweitertes Angebot an  Führungen sind geplant. Auch auf dem Gelände selbst soll vernetzt werden: Ein zwei Kilometer langer Rundweg soll das Freilichtmuseum mit dem angrenzenden Talhof und dem Parkplatz verbinden. 

Landrätin Stefanie Bürkle lobte den Einsatz der Ehrenamtlichen: „Durch sie stehen wir heute da, wo wir mit der Heuneburg sind“. Ihre Einbindung werde auch künftig wichtig sein. Finanzministerin und Historikerin Edith Sitzmann zeigte sich begeistert vom neuen Konzept. „Wir beherbergen mit der Heuneburg einen einmaligen Schatz. Ihre Einbindung in den deutschlandweiten Kreis weiterer keltischer Kulturdenkmäler ist eine hervorragende Chance, die keltische Historie intensiv zu erleben“.

Schätze im Acker

Klaus Burger, Landtagsabgeordneter und Geschäftsstellenleiter des Bauernverbands, erinnerte an den Untergrund: „Theoretisch können überall unter unseren Füßen keltisch-historische Bodenschätze zutage kommen.“ Landwirte müssten darauf vorbereitet sein. Schließlich war es ein zunächst harmlos anmutender Ackerfund, der schließlich zum  berühmten Grab der Keltenfürstin führte. Ein vermeintlicher Kronkorken hatte sich als Gewandspange herausgestellt und den Archäologen den  Weg gewiesen.               

Christina Benz/ Uli Landthaler

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