Die Frau fürs Klima
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21. Juni 2018
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Auf dem Rad und im Rathaus ist Sigmaringens neue Klimaschützerin in ihrem Element. Foto: Christina Maria Benz

Was macht denn eine Klimaschutz-Managerin? Mona Kramer hat das Amt seit drei Monaten in Sigmaringen inne. Sie wacht über die Energieeffizienz in der Stadt.

Sigmaringen – Klimaschutz im Donautal? Wozu soll das gut sein? „Klimawandel macht vor unseren Stadtgrenzen nicht halt“, sagt Monka Kramer.  Auch in Sigmaringen seien die klimatischen Veränderungen spürbar. Temperaturanstieg, Hitze- und Trockenperioden, unwetterartiger Starkregen und Hochwasser: Nur einige Gründe für globales Denken und lokales Handeln.

Dafür soll die 29-Jährige die Sigmaringer in Zukunft sensibilisieren und Vorschläge machen, Projekte und Veranstaltungen organisieren.

Die Frau fürs Klima hat viel vor

Das Handwerk dazu eignete sie sich beim Studium Energie- und Ressourcenmanagement in Nürtingen-Geislingen an. Interessant an der Stelle seien die vielseitigen Handlungsfelder. Verkehr, Energieeffizienz, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit – in jedem dieser Einsatzbereiche möchte sie etwas bewegen. „Ich fühle mich mit der Region verbunden, ich bin auch in der Nähe geboren“.

Beim European Energy Award 2020, über den die Stadt bereits den Titel „Klimaschutz-Kommune“ erhielt, setzt Mona Kramer nun auf das Goldene Zertifikat. Viele Ideen und Projekte habe sie bereits im Kopf, aber noch nicht im Terminplaner. Bis auf die Messe „Mobilität und Klimaschutz“ am heutigen Donnerstag auf den Vorplatz der Stadthalle. Auch Verbraucherschutzminister Peter Hauk kommt. Und das „Stadtradeln“ im September, wo die Sigmaringer ihre für den Klimaschutz geradelten Kilometer zählen lassen und sich mit anderen Kommunen messen können, steht auch schon in ihrem Kalender. Und sie besucht Schulen und Kindergärten.

Privat versuche sie, mit gutem Beispiel voranzugehen: „Ich ernähre mich fast vegetarisch, kaufe regional, biologisch, saisonal und nutze weitgehend das Fahrrad“. Allerdings wolle sie nicht mit erhobenem Zeigefinger der Öffentlichkeit entgegentreten, sondern suche das Gespräch.

Für Kramer sind Klima und Umwelt unbezahlbar und dürften nicht den wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen. Den idealen Klimaschutz werde sie allerdings nicht mehr miterleben. „Es wird immer etwas zum Schützen geben. Nicht nur in Sigmaringen.“

Christina Maria Benz

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