Das letzte Lied in Altshausen

2. Mai 2019
Der Liederkranz Altshausen traf sich in der „Traube“ zum Abschlusskonzert.... Foto: Roland Sigle

Traurig-schöner Moment für „Traube“-Wirt Max Horber in Altshausen: Zum 70. Geburtstag bekam er ein Ständchen gesungen – und zwar nicht irgendeines, sondern so etwas wie das Abschiedskonzert des  Liederkranzes Altshausen. 

Der 1829 gegründete Chor, der in diesem Jahr sein 190jähriges Bestehen feiern könnte, löst sich auf: Mangels Nachwuchs und neuer Mitglieder wird ein Schlussstrich gezogen. Das Geburtstagskonzert für Chormitglied Max Horber ist das letzte. 

Gemeinsam sang man im vollbesetzten Gasthaus die letzten Lieder – ein Querschnitt durch das Repertoire des Liederkranzes: Das Volkslied „Ein Blümlein auserlesen“, ein Menuett aus der Oper „Don Juan, ein Schifferlied aus der Provence und zum Abschluss „Die zwölf Räuber“, eine alte russische Klosterlegende, mit Jubilar Max Horber als Solist.

„Es war schwer, nach jahrzehntelanger Sängergemeinschaft mit so zum Teil anspruchsvollen Liedern endgültig Abschied zu nehmen“, berrichtet die Vorsitzende Anneliese Wetzel. „Es ist traurig, dass wir gerade im 190. Jahr des Liederkranzes aufhören, aber unsere jahrelange Werbung für neue und junge Sänger brachte keinen Erfolg“.

 Archiv im Rathaus

Immerhin kann man im alten Rathaus ein Archiv einrichten. „Und wer weiß, vielleicht gibt es in ein paar Jahren Interesse,  einen neuen Chor in Altshausen zu gründen, der dann an die Geschichte des Liederkranzes Altshausen wieder anknüpft“.                         

rs/ula

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