Ausgaben

Josef Troll spendet 150 Mal Blut

Josef Troll spendet 150 Mal Blut
Mit 150 Mal war Josef Troll (rechts) ungewöhnlich häufiger Blutspender. Dafür ehrten ihn Oberbürgermeister Michael Lang (Zweiter von rechts) und Jörg Rusch vom DRK (links) sowie Josef Schiebel und Monika Kolb jeweils für 100 Blutspenden. (Bild: Susanne Müller)
WOCHENBLATT

Wangen – Oberbürgermeister Lang ehrt Blutspender für ihren selbstlosen Einsatz

Bei der Ehrung der Blutspender am Donnerstag im Rathaus hat es eine ungewöhnliche Auszeichnung gegeben. Josef Troll wurde für 150 Blutspenden ausgezeichnet. Für 100 Blutspenden erhielten Monika Kolb und Josef Schiebel Urkunde und Ehrennadel.

Insgesamt konnte Oberbürgermeister Michael Lang 82 Blutspender zu 10, 25, 50, 75 und eben 100 und 150 Blutspenden beglückwünschen. In der Summe mache das gespendete Blut dieser Personen 1130 Liter, sagte Lang. Er dankte allen Spendern für ihren selbstlosen Einsatz. „Blutspenden ist ein großes Zeichen der Menschlichkeit, weil man etwas für Nächste tut, die es dringend brauchen und die man nie kennenlernen wird“, sagte OB Lang. Für Blutspenden gebe es kein Honorar, aber man befinde sich in einer Art großen Familie. Aus eigener Erfahrung wusste er zu berichten, dass man immer wieder dieselben Menschen beim Blutspenden treffe, sowohl als Spender wie auch im Personal. Und man treffe sich oft am Ende an einem Tisch beim gemeinsamen Vesper.

OB Lang dankte all jenen, die so lange schon Blut spenden, aber auch denen, die erst neu dazugekommen sind. Dabei betonte er, wie wichtig es ist, dass immer wieder Menschen sich entscheiden, mit dem Blutspenden zu beginnen. „Jede einzelne Spende zählt“, sagte Lang. Untermauert wurde diese Aussage von Jörg Rusch, der als Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes ein Grußwort sprach. „Ich höre immer von unseren Verantwortlichen, dass die Zahl der Spender abnimmt – das ist schade!“, sagte er. Dabei bat er um Verständnis, wenn es jetzt in der Stadthalle nicht so geräumig zugehe wie zuvor in der Alten Sporthalle. Die Abläufe würden optimiert. „Blut ist durch nichts zu ersetzen“, sagte Rusch. „Deswegen sind wir auf Ihre Spende angewiesen.“ Auch er dankte den Spendern für die aus seiner Sicht „enorme Zahl“ von über 1000 Litern Blut.

Wie man zu 150 Blutspenden kommt, wollte OB Lang von Josef Troll wissen. Er sei das erste Mal bei der Bundeswehr beim Blutspenden gewesen, und er gehe fünfmal im Jahr, wenn es in Wangen angeboten werde, sagte der Blutspende-Jubilar. Männer dürften jährlich sechsmal Blutspenden, Frauen viermal, war zu erfahren.

Susanne Müller