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Isnyer Energiegipfel diskutiert zum Klimawandel

Isnyer Energiegipfel diskutiert zum Klimawandel
Mitglieder des Organisationsteams des Isnyer Energiegipfels (v.l.n.r.): Andreas Morlok (Netzwerk Forst u. Holz Allgäu-Oberschwaben), Hellen Maus (REFI e.V.), Agathe Peter (VBAO), Leo Maus und Ludwig Moch, Bürgermeister Rainer Magenreuter, Dr. Guntram Fischer und Paul Roth (REFI e.V.). (Bild: Christiane Brockhoff
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Isny – Vom 20. bis 22. März findet der 12. Isnyer Energiegipfel statt. Im Blickpunkt des vom Regionalen Energieforums Isny (REFI e.V.) organisierten Gipfels steht der Klimawandel. Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft informieren zu den Auswirkungen des Klimawandels im Allgäu sowie innovativer Maßnahmen ihm zu begegnen. Erstmals tagt ein eintägiger Jugendkongress zum Thema.

Klimakrise im Allgäu

Weltweit sind die Folgen des Klimawandels spürbar. Die Durchschnittstemperaturen steigen, Extremwetterlagenhäufen sich. Zerstörerische Brände in Australien, Starkregen inWüstenregionen Ostafrikas – die Meldungen reißen nicht ab. Doch auch im Allgäusind die Folgen des sich verändernden Weltklimas spürbar. „Der globaleTemperaturanstieg hat ganz konkrete Auswirkungen auf das Leben in Isny.Trockenperioden im Sommer beeinflussen die Land- und Forstwirtschaft,schneearme und zu warme Winter gefährden Isny als Wintersportstandort“, erklärtDr. Guntram Fischer von REFI e.V.. Insbesonderedie Bereiche Mobilität und Verkehr sowie Wohnen und Heizen sind für einenGroßteil der CO2-Emissionen verantwortlich, die das Klima aufheizen.

Wie sich das regionale Klima verändert und wie Isnysich in Sachen CO2-Ausstoss, dem Ausbau der erneuerbaren Energien undallgemeinen Energieverbrauch entwickelt hat, stellt der Klimaforscher Prof. Dr.Klaus Pfeilsticker von der Universität Heidelberg in der Auftaktveranstaltungam Freitag vor. Dass die Klimakrise keineswegs ein neues Phänomen ist und nurdurch eine konsequente Verkehrs- und Energiewende begrenzt werden kann, belegtRoland Roth, Gründer und Leiter der Wetterwarte Süd anhand von Wetterdaten.

Energiewende alsAufgabe

Wie wird sich die Allgäuer Forst- und Grünlandwirtschaftsowie die Tourismusbranche angesichts der Klimakrise verändern? Was muss sichverändern? Diesen Fragen stellen sich Wissenschaftler aus der Region am Samstag.Außerdem werden konkrete Maßnahmen zur Energiewende, die jeder Einzelnebeeinflussen kann, aufgezeigt. Im Fokus stehen die Elektromobilität undinnovative Gebäudetechniken. Fachleute stellen vor, welche Brennstoffe sich zumHeizen eignen, wann sich eine eigene Photovoltaik-Anlage lohnt und welcheFördermöglichkeiten es für den Umstieg auf regenerative Energiequellen gibt undberaten individuell. Organisiert von Schülern des Isnyer Gymnasiums, findet amSamstag der Jugendkongress zum Klimawandel statt – als Forum für Jugendliche,in dem sie sich mit Strategien für mehr Klimaschutz auseinandersetzen. DerEnergiegipfel richtet sich an alle, denen der Klimaschutz am Herzen liegt.Eingeladen ist die lokale Bevölkerung sowie Industrie, Handel, Dienstleistungsgewerbeund städtische Verwaltung.

Info:

12. Isnyer Energiegipfel, 20. – 22.3., Kurhaus Isny,Eintritt frei

Freitag Eröffnungsabend ab 18 Uhr

Samstag Vorträge zum Klimawandel undElektromobilität von 10 – 17 Uhr

Samstag Jugendkongress zum Klimaschutz von 11.30 – 17Uhr

Sonntag Vorträge zum nachhaltigen Bauen und Sanierenvon 11 – 17 Uhr

Programm unter www.energieforum-isny.de