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Zentrum der Brennstoffzelle

Zentrum der Brennstoffzelle
Als Redner bei der Kick-Off-Veranstaltung mit dabei: Guido Wolf (BaWü-Juszizminister), Karl Rombach (Vorsitzender Ausschuss für Verkehr, Landtag Baden-Württemberg), , Waldemar Epple vom Automotive Engineering Network aus Karlsruhe Professor Frank Almendinger (Campus Tuttlingen), Christian Klaiber (Leiter Initiative Zukunftsmobilität Trossingen) und und MdL Claus Paal (Wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion/v.l.). (Bild: Sven Krause)

Tuttlingen – Ist doch nicht alles Elektromobilität, was die Zukunft unseres Antriebes angeht? Dieser immer populäreren Meinung waren gut drei Dutzend Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, die an der Kick- Off Veranstaltung zum Thema „H2 Regio Schwarzwald-Baar- Heuberg“ im IFC in Tuttlingen teilnahmen.

Dabei kamen die Gäste aus ganz Baden-Württemberg, sei es von der Hochschule Ulm, vom KIT in Karlsruhe oder als Firmenvertreter aus dem gesamten Bundesland. Alle einte dabei ein Gedanke: „Die Möglichkeiten, die ein Wasserstoffantrieb mit einer entsprechend leistungsfähigen Brennstoffzelle für die Zukunft der Mobilität, aber auch der Energiewirtschaft bietet, nunmehr gemeinsam voranzutreiben. Dabei sollen das IFC und der Campus Tuttlingen mit Professor Frank Almendinger eine zentrale Rolle als Zentrum der Bemühungen spielen.

Wichtige Akzente

Mit dem Vorsitzendes des Fördervereins des IFC, Guido Wolf, sprach im Anschluss das WOCHENBLATT.

Was haben Sie aus der Kick-off- Veranstaltung in Tuttlingen mitgenommen?

Guido Wolf: Aus meiner Sicht ist als Technologie der Zukunft derzeit aber zu sehr die Elektromobilität im Fokus. Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft einen Mix verschiedener Antriebsarten haben werden. Gerade im Bereich der Wasserstofftechnologie verfügt Baden-Württemberg auch dank jahrzehntelanger Spitzenforschung über hervorragende Möglichkeiten.

Was sind für Sie jetzt die nächsten Schritte, um das Projekt voranzubringen?

Prof. Frank Allmendinger vom Hochschulcampus Tuttlingen, Waldemar Epple vom Automotive Engineering Network aus Karlsruhe, Christian Klaiber von der Initiative Zukunftsmobilität aus Trossingen und viele weiter Fachleute haben eine interessante Initiative auf den Weg gebracht. Sie wollen die Chancen der Wasserstofftechnologie für die Wirtschaft in der Region Schwarzwald-Baar- Heuberg nutzbar machen. Die CDU-Landtagsfraktion hat nun eine erhebliche Förderung dieses Projekts auf den Weg gebracht.

Welche Rolle sollte das IFC Tuttlingen spielen?

Ich finde es wichtig, dass IFC und Campus beim Projekt dabei sind, das ist auch eine Auszeichnung für Tuttlingen. Die Zulieferindustrie in der Gegend ist für viele Menschen von enormer Bedeutung, daher ist es wichtig, dass der Campus hier Akzente setzt

Engmaschiges Netz

Mit Professor Frank Almendinger, einem der Initiatoren der Kickoff- Veranstaltung, sprach im Anschluss das WOCHENBLATT.

Mit welchen Impulsen gehen Sie aus der Veranstaltung?

Professor Dr. Frank Allmendinger: Das Gros der Besucher kam aus regionalen Unternehmen. Damit haben wir eine hohe Teilnehmerzahl an Industrievertretern mit der Kick-off-Veranstaltung erreicht. Das war positiv für uns und zeigt, dass das Thema hochaktuell ist. Impulse erhielten wir in persönlichen Gesprächen. Genau diese Ziele wollten wir mit dem Kick-off erreichen.

Was sind die nächsten Schritte, um diese Veranstaltung erfolgreich weiter zu führen und nicht ins Leere laufen zu lassen?

Wir werden im Nachgang die Firmen konkret auf ihre Interessen ansprechen, versuchen gemeinsame Projekte zu initiieren und die Akteure der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg zu vernetzen, um eine engmaschige Kooperation in einem Cluster anzustreben.

Welche Rolle spielen Tuttlingen, das IFC und der Campus dabei?

Das IFC Tuttlingen als zentrale Einrichtung der Hochschule Furtwangen ist als Transferzentrum aktiv, wird in Zukunft relevante Kompetenzen vorhalten oder entsprechend aufbauen und interessierte Unternehmen in ihren verschiedensten Vorhaben und Projekten unterstützen. Die vorhandenen Fertigungskompetenzen der regionalen Industrien sollten mit den neuen Anforderungen der Brennstoffzellentechnologie abgeglichen werden.