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„Weihnachten um den Dienst herum feiern“

„Weihnachten um den Dienst herum feiern“
Weihnachten bei der Polizei;: Polizeikommissar Klaiber kann da so einiges erzählen. (Foto: Privat)

Ein altes Sprichwort sagt so passend „Das Verbrechen schläft nie“ und deswegen hat auch die Polizei einen 365 Tage-24 Stunden-Dauerdienst. Und dieser Dienst läuft auch über die Feiertage weiter. Einer, der in den vergangenen Jahren auch an den Weihnachtstagen für Sicherheit auf den Straßen im Landkreis Tuttlingen sorgte und dies auch in diesem Jahr wieder tun wird, ist Polizeikommissar Klaiber (31).

Für den Spätberufenen in Sachen Polizeidienst – „ich habe mich erst in der Phase rund ums Abitur für den Polizeidienst entschieden und bisher diese Entscheidung keinen einzigen Tag bereut“ – gehört der Schichtdienst und das Leben um diesen herum inzwischen zum Alltag. „Das erfordert schon im Alltag viel Verständnis von der Partnerin, der Familie und Freunden. Und an Weihnachten natürlich noch einmal ganz besonders“, erzählt Klaiber.Überhaupt Weihnachten. Auch für ihn und seine Kollegen ist dies bis zum Heiligen Abend, wenn die meisten Geschäfte Mittags schließen, mit die intensivste Zeit des ganzen Jahres.

„Es liegt einfach immer eine ganz bestimmte Hektik und Eigendynamik in der Luft und viele Menschen setzen sich enorm unter Druck. Da gehört nicht viel dazu und alles entläd sich. Bei manchen leider auch durch körperliche Gewalt. Daher haben wir in der Regel im beschriebenen Zeitraum gut zu tun“, beschreibt Klaiber die Vorweihnachtszeit. Wie abgeschnitten war es meist an den vergangenen Feiertagen, wenn der 31-Jährige selbst im Dienst war, zwischen dem Heiligen Abend gegen Mittag und dem Zweiten Weihnachtstag.

An dem, auch das ist eine spezielle Erfahrung von Klaiber und seinen Kollegen, steigt die Zahl der Einsätze wieder deutlich an. „Es ist schon ein besonderes Phänomen, dass der Notruf an diesem Tag deutlich öfter genutzt wird. Meistens sind es interfamiliäre Zwistigkeiten, die nach zwei, drei Tagen aufeinanderhocken aufbrechen. Den Großteil davon könnte man sicherlich auch selber lösen. Daher müssen wir meist nur beruhigen und manchmal als Kummerkasten herhalten“, erzählt Klaiber. Wobei, auch das ist eine Erfahrung aus inzwischen mehr als zehn Jahren Polizeidienst, kein Weihnachten so ist wie das vorangegangene.

„Du darfst nicht zu viel Routine einkehren lassen. Denn man hat immer ein, zwei Einsätze, mit denen man ist dieser Art so nie gerechnet hätte.“Und selber? Da wird Weihnachten um den Dienst herum gefeiert. Da kann die Bescherung schon mal auf den Heiligen Morgen oder den Abend des 25. Dezember fallen.

Je nachdem wann er in Ruhe mit seiner Freundin und Familie feiern kann. So wird es auch in diesem Jahr sein, wenn er am 25. Mittagsschicht hat und am zweiten Weihnachtstag 24 Stunden Bereitschaft und für sichere Feiertage im Landkreis Tuttlingen sorgt.

Sven Krause