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Tafelläden in Tuttlingen und Trossingen

Tafelläden in Tuttlingen und Trossingen
(Bild: Adobe Stock)
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Tuttlingen – Die Berichterstattung über die Auswirkungen der Coronakrise bei den Tafelläden in Tuttlingen und Trossingen haben ein großes Echo der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ausgelöst.

Die Verantwortlichen für die beiden Läden bedanken sich bei allen, die die Arbeit der Tafelläden mit Geldspenden, mit Lebensmittelspenden oder auch durch aktive Mithilfe unterstützen. „Wir können jede Hilfe gut gebrauchen“, meint Jürgen Hau der Geschäftsführer der Kreisdiakoniestelle. Allerdings bittet er auch um etwas Geduld, wenn nicht alle Anfragen und Angebote sofort beantwortet werden. Die Ladenleitungen Annerose Speck in Tuttlingen und Manuela Schwarzwälder in Trossingen haben momentan alle Hände voll zu tun, um die Hilfsangebote zu koordinieren und alle Anfragen zu beantworten.

„Wir haben Sorge, dass die Welle der Hilfsbereitschaft schnell wieder nachlässt. Wir sehen aber die großen Versorgungsprobleme unserer Kunden erst noch auf uns zukommen, wenn die Krise noch über Wochen und Monate anhalten sollte“, erklärt Annerose Speck. „Wir werden die Hilfsangebote auch noch im April und Mai benötigen. Deshalb bitten wir auch darum, dass nicht alle Lebensmittelspenden gleichzeitig kommen. Diese können auch noch in den kommenden Wochen abgegeben werden.“

Der Verkauf der Waren musste zwischenzeitlich völlig umgestellt werden. Es hat sich bei den letzten Öffnungen gezeigt, dass in dem kleinen Laden der Mindestabstand im Verkauf zwischen den Mitarbeitenden und den Kunden nicht gewährleistet werden kann. Daher wurde eine Empfehlung des Tafelverbandes umgesetzt, die Kunden nur noch vor dem Laden zu bedienen. Die Abgabe der Waren erfolgt in vorher bereitgestellten Sortimenten, damit der Verkauf schneller bewerkstelligt werden kann. Älteren Kunden wurde bereits ein Lieferservice angeboten. Der bisher allerdings nur sehr verhalten in Anspruch genommen wird.

Kunden, die jetzt schon aus Sorge vor einer Ansteckung den Einkauf gemieden haben, werden in einem persönlichen Anschreiben auf die Möglichkeit des Lieferservice hingewiesen.

„Die Nachfrage dafür wird im Laufe der Zeit ansteigen. Deshalb werden wir nach und nach noch etliche Mithelfende benötigen. Wir hoffen natürlich, dass wir auch in nächster Zeit noch auf die spontanen Hilfsangebote der Freiwilligen zurückgreifen können“, erklärt Annerose Speck.

Die Hilfsangebote sind bunt gemischt. Es gibt viele Einzelpersonen, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt haben, darunter auch etliche Schüler. Nachbarschaften und Freundeskreise haben sich organisiert um Lebensmittel zu sammeln. Auch Geldspenden sind sehr wichtig um die Betriebskosten zu decken und den Ladenbetrieb aufrecht halten zu können. „Deshalb freuen wir uns auch über den Eingang von etlichen kleineren und größeren Geldspenden“, so Jürgen Hau.