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Mobilität entwickeln – Zwischen Bürgerbus und Radschnellwegen

Mobilität entwickeln – Zwischen Bürgerbus und Radschnellwegen
Mögliche Alternativen zum Linienbusverkehr wie Bürgerbus oder Radschnellwege werden aktuell diskutiert (Foto: Tuticket)

Das Thema Mobilität im ländlichen Raum nimmt immer mehr Platz ein. Jüngstes Beispiel: ein Themenabend der CDU. Im Mittelpunkt stand dabei die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs außerhalb der Metropolen. Daneben nimmt aber auch das Rad immer mehr Raum als Alternative zum Auto ein. 

Mit Dr. Martin Schiefelbusch vom „Kompetenzzentrum Neuer ÖPNV“ in Stuttgart und Klaus Storz, dem langjährigen Leiter des Nahverkehrsamtes des Kreises Tuttlingen, hatte die CDU namhafte Referenten eingeladen, die mit den anwesenden Tuttlingern ihre Ideen diskutierten. Doch nicht nur von Experten kommen inzwischen gute Ideen.

In seinem Vortrag ging Schiefelbusch insbesondere auf neue Verkehrskonzepte für den ländlichen Raum, etwa Bürgerbusse und Rufbusse ein. Hier bestehe noch großes Entwicklungspotential für intelligente Verkehrskonzepte, etwa Bürgerbusse oder Rufbusse. 

Zur Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis Tuttlingen führte Klaus Storz in seinem Beitrag kenntnisreich aus. In der anschließenden Diskussion mit den Bürgern stand nicht zuletzt die Fortentwicklung des Ringzugs im Mittelpunkt. Hier versicherte die Kreisvorsitzende Maria-Lena Weiß in ihrem Schlusswort, dass sich die CDU im Kreis für weitere Haltestellen im gesamten Kreisgebiet einsetzen werde: „Aus unserer Sicht besteht hier noch Verbesserungspotential. Aber auch im Bereich der Busanbindung sowie der Vermarktung des ÖPNV sehe ich noch bedeutendes Entwicklungspotential“.

Entwicklungpotenzial gibt es ohne Frage auch bei der Preispolitik von TuTicket, Allerdings nicht mehr nach oben. So sind sich viele der beteiligten Entscheider einig, dass auch über den Fahrpreis ein Anreiz geschaffen werden muss. Und dass solche Angebote Zeit brauchen, um in einem ÖPNV-vernachlässigten Landkreis wirklich für eine gesteigerte Nachfrage zu sorgen.

Daneben bringt Radexperte Guilermno Jennart eine verbesserte Radwegeverbindung zwischen den Gemeinden in die Diskussion ein. „Innerhalb Tuttlingens geht es ja. Doch die Verbindung zwischen den Gemeinden ist deutlich verbesserungswürdig. Gelingt dies, dann bin ich mir sicher, dass mehr Pendler aufs Rad umsteigen würden.“

Sven Krause