Ausgaben

Mattsteig geht ans Netz

Mattsteig geht ans Netz
Stephan Beinering (Foto: Stadt)
WOCHENBLATT

Am Mittwoch wurde das Breitbandnetz im Wohngebiet Mattsteig in Tuttlingen offiziell in Betrieb genommen. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg ist nun nach etwa 3,5 Jahren Projektlaufzeit und Gesamtkosten von rund 400 000 Euro, von denen knapp 70 Prozent vom Land bezuschusst wurden, das weitläufige Areal über ein Glasfasernetz mit Highspeed-Internet versorgt.

Tuttlingen – Oberbürgermeister Michael Beck, Teamleiterin Kundenservice swt Andrea Chrismann und Technischer Leiter Netze Patrick Müller-Benzing, beide swt, EnBW Kommunalberater Stefan Kempf, NetCom BW Vertriebsleiter Matthias Hermann sowie Uwe Keller und Stephan Beinering Verantwortliche für das Thema Breitbandkoordination der Stadtverwaltung Tuttlingen drückten mit vereinten Kräften den roten Buzzer und nahmen symbolisch das Breitbandnetz in Betrieb.

Zwar ist das Wohngebiet Mattsteig damit am Netz, beim Wechsel auf den neuen Anbieter waren jedoch Fristen einzuhalten und so sind die ersten Haushalte erst im Januar am Netz. Damit dies lückenlos geschieht, übernimmt NetCom BW, die zur EnBW gehört, den Wechsel für die Kunden.Zunächst wurden von knapp über 100 erschlossenen Grundstücken im Wohngebiet insgesamt etwa 90 mit Grundstücksanschlüssen versorgt – davon haben bereits 30 Eigentümer den Hausanschluss vornehmen lassen. Nur diesen müssen die Eigentümer selbst zahlen, alle Kosten bis zum Grundstücksanschluss übernimmt die Stadt.

OB Beck dankte den Projektbeteiligten für Ihre Unterstützung: „ Wir sind froh, dass wir in der Zusammenarbeit mit NetCom BW und den swt als Partner vor Ort die letzten weißen Flecken in Tuttlingen endlich beseitigen und überall die Voraussetzungen für ein schnelles Internet schaffen können.“ Nun würde nur noch das Wohngebiet Auf Burg in Möhringen zur Breitbanderschließung ausstehen.„Beim wichtigen Thema Versorgung mit Glasfaser macht jede Kommune ihr eigenes Ding. Der Ausbau des Netzes vor Ort hängt immer von den jeweiligen Entscheidungsträgern ab.“, so OB Beck weiter.

Auch vielen Bürgern sei einfach noch nicht klar, dass die Vorteile, die Nachteile, wie etwa einen aufgerissenen Vorgarten, überwiegen würden. Dabei hat natürlich auch die Altersstruktur einen Einfluss. „Was viele jedoch vergessen, von Pflegekräften zum Beispiel wird gutes Internet am Arbeitsort teils aktiv gefordert.“, erläutert Stefan Kempf. „Und die Enkelkinder freuen sich sicher auch, wenn das Internet bei Oma und Opa besser ist als daheim.“, fügt Matthias Hermann augenzwinkernd hinzu. Bei Fragen steht die NetCom BW, unter Telefon 0751/35589915 und per E-Mail an info@team-connect-tut.de den Anwohner zur Seite. Weitere Infos unter www.team-connect-tut.de.

pr