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„Heute schnuppern wir Praxisluft!“

„Heute schnuppern wir Praxisluft!“
Gespannt folgen die Besucher den Erläuterungen von Klaus Marquardt beim Betriebsrundgang ()
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Fast 70 Lehrer der Feintechniker Schule in Villingen-Schwenningen besuchen WERMA Signaltechnik

Rietheim-Weilheim, 07.10.2019 – 68 Lehrerinnen, Lehrer und pensionierte Lehrkräfte der Staatlichen Feintechnikschule Villingen-Schwenningen besuchten heute die Firma WERMA Signaltechnik. In Rietheim blickten sie hinter die Kulissen des mittelständischen Signalgeräteherstellers. Dabei lag der Fokus auf den angebotenen technischen Berufen, der Automatisierung sowie der Digitalisierung im Fertigungsprozess.

Die Staatliche Feintechnikschule in Villingen-Schwenningen wurde bereits 1900 als „königlich württembergische Fachschule für Feinmechanik, Elektromechanik und Uhrmacherei“ gegründet und schreibt sich auch heute noch das Motto „Innovation als Tradition“ auf die Fahnen. Die Beziehungen zur Wirtschaft der Region sind traditionell sehr eng und so ist es selbstverständlich, dass im Rahmen des jährlich stattfindenden Personalausfluges stets Unternehmen in der Region besucht werden.

„Innovativ, modern, zukunftsorientiert – so kennt unsere Region die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium“, sagt Meike Buschle, Vorsitzende des Örtlichen Personalrates der Staatlichen Feintechnikschule. „Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist es für uns immens wichtig, einen engen Kontakt zur Wirtschaft zu pflegen und immer wieder Einblicke in die Praxis zu bekommen. Nur so können wir sehen, welche Trends und Entwicklungen es in den einzelnen Berufsbildern und der Wirtschaft im Allgemeinen derzeit gibt.“

Rappelvoller Schulungsraum
„Ich bin baff“, schmunzelt Fertigungsleiter Erich Martin zu Beginn der Veranstaltung. „So viele Besucher haben wir nur selten in unserem Schulungsraum und ich freue mich, dass ich heute eine solche große Gruppe bei WERMA begrüßen darf.“ Genau 68 Lehrerinnen, Lehrer und ehemalige Lehrkräfte sind der Einladung gefolgt und freuen sich auf einen spannenden, informativen und lehrreichen Vormittag im Hause des Signalgeräteherstellers. Schulleiter Thomas Ettwein sagt: „Auch wir freuen uns sehr, dass wir heute bei WERMA zu Besuch sein dürfen – schließlich gab es bereits in der Vergangenheit eine sehr gute Zusammenarbeit und zahlreiche Schüler haben hier ihre Technikerarbeit geschrieben.“

Erich Martin stellt kurz das Unternehmen, die hier hergestellten Produkte sowie die funkbasierten, innovativen Systeme zur Prozessoptimierung für Industrie, Produktions- und Versandlogistik vor. Mit diesen werden weltweit einzigartig Maschinen, manuelle Arbeitsplätze oder FIO-Regale per Funk miteinander vernetzt. „Dies klingt jetzt alles sehr abstrakt“, schließt Erich Martin seine Präsentation. „Daher würde ich vorschlagen, wir starten unseren Rundgang und Sie überzeugen sich selbst, wie einfach und unkompliziert unsere Systeme in der Praxis funktionieren. Mit Hilfe dieser ist die Umsetzung von Industrie 4.0 wirklich für jedes Unternehmen jederzeit und sofort möglich!“

WERMA zeigt, was die Praxis zu bieten hat
In zwei Gruppen werden die Besucher durch die Spritzerei, die Fertigung und Fertigungssteuerung geführt. Die komplexe, vollautomatisierte Fertigungsanlage wird vorgestellt sowie das Shopfloor-Management und der Einsatz der Systeme zur Prozessoptimierung. „Ich bin mehr als erstaunt, wie weit WERMA bereits mit der Umsetzung von Industrie 4.0 ist und wie hier das Thema Digitalisierung und Vernetzung im kompletten Fertigungsprozess realisiert wird“, zeigt sich ein Besucher beeindruckt. „Wirklich vorbildlich und absolut am Zahn der Zeit!“

Im Anschluss an den spannenden Rundgang trafen sich alle Teilnehmer zu einer gemütlichen Kaffee-Pause in der WERMA-Kantine, um dann den Vormittag mit einer Fragerunde und angeregten Diskussionen ausklingen zu lassen. Zum Ende der Veranstaltung freut sich Erich Martin: „Mein Ziel war es, dass jeder Teilnehmer eine ganz persönliche, konkrete Erkenntnis aus diesem Vormittag mit nimmt und in den Gesprächen habe ich gemerkt, dass uns dies geglückt ist.“ Zuletzt fügt er hinzu: „Und natürlich freue ich mich, wenn wir auch zukünftig den ein oder anderen Schüler für eine Technikerarbeit bei uns gewinnen können!“